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Der gebürtige Düsseldorfer Samed Yesil hat 18 Länderspiele für die U 17 bestritten © imago

Vor dem WM-Halbfinale der U 17 gegen Gastgeber Mexiko setzt das Team von Steffen Freund auf den Zusammenhalt - und Torjäger "Gerd".

Torreon - Samed Yesil ist nicht oft am Ball. Wer seine Qualitäten sehen will, muss genau hinschauen.

Wie bei diesem herrlichen Treffer gegen England im Viertelfinale der U-17-WM in Mexiko zum 3:0 (Endstand 3:2). (Nachbericht)

Kapitän Emre Can spielte einen langen Pass auf Mitchell Weiser, der einen Abwehrspieler ins Leere laufen ließ und den Ball mit der Hacke in die Mitte passte.

Dort wartete schon Yesil, der sich mit einer Körpertäuschung geschickt von zwei Abwehrspielern löste, um einzuschieben.

Ein Laufweg, als wäre er am Reißbrett entstanden. Trainer Steffen Freund sagt: "Er hat unglaubliche Qualitäten. Im Moment ist er nicht zu ersetzen."

"Gerd" trifft und trifft

Yesil, immer wieder Yesil: Wenn die Junioren des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in der Nacht zum Freitag (1 Uhr) in Torreon gegen Gastgeber Mexiko um den ersten Finaleinzug seit 26 Jahren kämpfen, ruhen die Hoffnungen auf diesem jungen Kerl mit dem Spitznamen "Gerd".

Weil er trifft und trifft und trifft. Eben wie der berühmte "Bomber der Nation", Gerd Müller.

"Ich gehe dahin, wo es wehtut, weil ich ein Tor machen will. Und da ist es mir egal, ob mich jemand tritt oder foult. Hauptsache, ich mache mein Tor", sagt der 17-jährige Deutsch-Türke.

Beeindruckende Torquote

Tatsächlich hat Yesil eine herausragende Quote: In Mexiko hat das Talent von Bayer Leverkusen schon fünf Tore geschossen. In 19 Einsätzen für die U 17 traf er 18 Mal, in 22 Jugendspielen für Bayer Leverkusen machte er sogar 24 Treffer.

"Er hat ein richtiges Näschen vor dem Tor. Hat er eine Chance, schlägt er kaltblütig zu", sagt Sportchef Rudi Völler über sein Juwel.

Kein Wunder, dass Bayer gerade Yesils Vertrag bis 2016 verlängert hat.

Jubel-Kreationen mit Weiser

Aber im DFB-Team ist der gebürtige Düsseldorfer nicht nur für die Tore zuständig, sondern auch für den Jubel danach.

Zusammen mit Mitchell Weiser tüftelt er an den kreativen Jubelszenen. Gemeinsam haben sie schon eine Rock-Band nachgeahmt oder auf einer imaginären Playstation gespielt.

"Sie sind sehr kreativ und haben viele gute Ideen. Es ist ein Zeichen für den starken Zusammenhalt in unserem Team. Es macht einfach Spaß", sagte Kapitän Emre Can. 418786(DIASHOW: Das ist die U 17)

Positive Anspannung

Tatsächlich scheint für den DFB-Nachwuchs nichts mehr unmöglich. "Jetzt ist es nur noch ein großer Schritt bis ins Endspiel", sagte Can vor dem Duell mit den ebenfalls hochmotivierten Mexikanern.

Die Partie in Torreon steigt vor einer beeindruckenden Kulisse von 30.000 frenetischen Fans. Aber Angst kennen die Jungs nicht. "Sich mit den besten Spielern der Welt messen zu können, ist toll", sagte Yesil.

Can fügte hinzu: "Die Anspannung ist da, aber absolut positiv. Wir genießen diesen Moment und wollen auch diese Herausforderung bestehen."

Mit Selbstvertrauen und Yesil

Die bisherigen Auftritte haben dem Team von Trainer Steffen Freund Selbstvertrauen gegeben.

Seine Jungs wissen, dass sie vorne im Sturm einen Yesil in Top-Form haben, der sich jederzeit auch auf engstem Raum lösen kann und dann eiskalt zuschlägt.

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis er trifft.

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