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Ilkay Gündogan wechselt im Sommer vom 1. FC Nürnberg zu Borussia Dortmund © getty

Der Deutsch-Türke steht vor seinem DFB-Debüt. Der Türkei erteilt er eine Absage. Er spricht über das Erfolgsgeheimnis des BVB.

München - Dem gelungenen Einstand bei Borussia Dortmund soll nun der gelungene Einstand in der Nationalmannschaft folgen:

Ilkay Gündogan steht erstmals im Kader der DFB-Elf und hofft auf einen Einsatz im Freundschaftsspiel gegen Brasilien (Mi., ab 20.15 Uhr im LIVE-TICKER).

Es sei schon immer sein Ziel gewesen, für die deutsche Auswahl zu spielen, stellte der 20-jährige Deutsch-Türke am Montag auf der Pressekonferenz des DFB klar.(437804DIASHOW: Der DFB-Kader gegen Brasilien)

Möglichen Abwerbungsversuchen des türkischen Verbands erteilte er eine klare Absage.

"Ein Wechsel steht nicht mehr zur Debatte. Ich habe die Jugendteams des DFB ab der U 18 durchlaufen. Und es war immer mein Traum, für Deutschland zu spielen", sagte Gündogan.

"Natürlich gab es auch Interesse aus der Türkei, man versuchte mich und meinen Vater zu überzeugen", sagte Gündogan: "Und es war sicher auch eine schwierige Entscheidung, da ich stolz auf das Heimatland meiner Eltern bin. Aber es hat sich niemand eingemischt."

Wechsel nach wie vor möglich

Er sei sehr stolz, jetzt bei der A-Nationalmannschaft zu sein, erklärte Gündogan, der nicht damit gerechnet hatte, so schnell von Bundestrainer Joachim Löw nominiert zu werden.

Nun steht der Mittelfeldspieler unmittelbar vor seinem Länderspieldebüt gegen die "Selecao".

Allerdings könnte der 20 Jahre alte gebürtige Gelsenkirchener mit türkischen Wurzeln auch nach einem Testspiel-Einsatz für Deutschland noch den Verband wechseln.

Erst nach einem Pflichtspieleinsatz wäre dies ausgeschlossen. "Ich will mich in der deutschen Elf durchsetzen. Alles andere ist für mich kein Thema", stellte Gündogan aber nochmal klar.

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Laufstärke als Erfolgsgeheimnis

Bei seinem neuen Klub Borussia Dortmund hat sich Gündogan offenbar bereits durchgesetzt.

Mit Mario Götze, Kevin Großkreutz, Lars Bender und Shinji Kagawa bildete er das Mittelfeld des Deutschen Meisters, das zum Saisonauftakt gegen den Hamburger SV (Bericht) wirbelte.

Gündogan hat das laufintensive Spiel der Borussen als Erfolgsgeheimnis ausgemacht.

"Das Spiel gegen den Ball ist für uns enorm wichtig", erklärte er: "Es ist wichtig, dass jeder Spieler läuferisch gut ausgeprägt ist. Das haben wir uns in der Vorbereitung hart antrainiert."

"Grundsätzlich fühle ich mich in der Zentrale wohl"

Gündogan selber spielt am liebsten auf der "Sechs" oder auf der "Acht". "Grundsätzlich fühl ich mich in der Zentrale wohl", sagte Gündogan, der vor der Saison vom 1. FC Nürnberg zum BVB wechselte.

Trotz des eindrucksvollen Auftaktes der Dortmunder und der Niederlage der Bayern warnte Gündogan aber davor, die Münchner zu früh abzuschreiben.

"Die Bayern haben eine enorme Qualität und sind immer noch Titelfavorit Nummer eins", stellte Gündogan klar.

Und die gute Stimmung beim DFB-Team tue auch den angeschlagenen Bayern gut, berichtete Gündogan.

Nach der morgendlichen Mannschaftssitzung hätten sogar die Spieler der Bayern wieder lachen können.

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