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Mario Götze (l.) gab sein Länderspieldebüt am 17. November 2010 gegen Schweden (0:0) © getty

Der Real-Star freut sich auf das Startelf-Debüt mit dem BVB-Shootingstar. Auch Experten sind sich einig: "Es geht mit beiden."

Von Martin Volkmar

München - Ein Sieg fehlt der deutschen Nationalmannschaft, um die Teilnahme an der EM-Endrunde 2012 vorzeitig perfekt zu machen.

Entsprechend groß ist im DFB-Team die Vorfreude auf das Duell am Freitag gegen Österreich (ab 20.15 Uhr im LIVE-TICKER).

"Besonders, weil wir auf Schalke spielen", sagte Mesut Özil der "Bild".

"Ich komme aus Gelsenkirchen und bin neben dem Stadion aufgewachsen. Das Haus meiner Eltern ist nur 300 Meter von der Arena entfernt."

Erstmals mit Götze zusammen in der Startelf

Der Real-Star freut sich aber auch auf das Wiedersehen mit Shootingstar Mario Götze, mit dem er erstmals in der Startelf stehen könnte.

"Mario erinnert mich an mich selbst. Auch ich war sehr jung, auch bei mir ging alles sehr schnell. Da gibt es Parallelen", meinte Özil.

Auch spielerisch sind sich die beiden offensiven Mittelfeldspieler sehr ähnlich, doch der Deutsch-Türke sieht deshalb keine Probleme.

"Das passt ganz sicher", beantwortet Özil die derzeit häufig gestellte Frage, ob beide zusammenspielen können.

Und Bundestrainer Joachim Löw meinte:

"Selbstverständlich ist das eine Option. Götze war gegen Brasilien hervorragend, und Özil ist ein Klasse-Spieler."

Lobeshymnen von Hitzfeld

Die Experten haben ebenfalls keine Zweifel. "Es geht mit beiden. Beide sind Weltklasse", lobte Ottmar Hitzfeld Özil und Götze im "kicker" in den höchsten Tönen:

"Beide sind genial. Da kann man gar nicht falsch entscheiden. Das ist ein Luxusproblem."

Auch DFB-Sportdirektor Matthias Sammer, der die Entwicklung der beiden Top-Talente schon seit Jahren beobachtet, ist total überzeugt.

"Mehr Chancen als Probleme"

"Ich bin froh, dass wir zwei so außergewöhnliche Fußballer haben. Ich sehe da mehr Chancen als Gefahren und Probleme."

Vieles spricht momentan für Sammers Aussage vor einiger Zeit, dass das offensive Mittelfeld bei der EM 2012 aus Götze, Özil und Thomas Müller bestehen werde.

Denn dass sich Götze und Özil auf den Füßen stehen werden wie einst in den 70er Jahren Günter Netzer und Wolfgang Overath ist praktisch ausgeschlossen.

Während Özil im Zentrum seinen Stammplatz hat, dürfte Götze über links kommen. Denn dort sieht sich der 19-Jährige am stärksten.

Schlechte Karten für Podolski

Und im Vergleich zu Thomas Müller, der auf der rechten Seite eine Bank ist, konnte Lukas Podolski auf links zuletzt weder im Verein noch in der Nationalelf überzeugen.

"Er hat ein enormes Potenzial, das er aber zuletzt nicht so abgerufen hat", übte Löw deutliche Kritik an seinem früheren Lieblingsschüler.

Dahinter lauern zudem weitere hoffnungsvolle Youngster wie Andre Schürrle, Kevin Großkreutz, Marco Reus, Lewis Holtby oder Toni Kroos 446046(DIASHOW: Der DFB-Kader für Österreich).

"Man muss sich fragen, ob es je eine so gut besetzte Nationalmannschaft gegeben hat", meinte Routinier Per Mertesacker, der immerhin schon seit 2004 dabei ist.

Özil jedenfalls sieht die deutsche Mannschaft - auch dank seines neuen Nebenmannes Götze - reif für den EM-Titel: "Wir sind auf einem guten Weg, das zeigen die Ergebnisse."

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