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Berti Vogts (l.) ist momentan als Nationaltrainer Aserbaidschans tätig © getty

Im Streit um die Trainer-Lizenz für Stuttgarts Teamchef mischt sich Berti Vogts ein und kritisiert den DFB-Sportdirektor. Der kontert.

Frankfurt - Berti Vogts hat sich in den Fall Babbel eingeschaltet und Sportdirektor Matthias Sammer vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) scharf kritisiert.

"Ich kann mich nur wundern. Dass gestandene Nationalspieler erst die B- und A-Lizenz machen sollen, bevor sie die Trainerlizenz erwerben können, darüber kann ich nur den Kopf schütteln", sagte der ehemalige Bundestrainer in der "Bild am Sonntag".

Vogts, derzeit Nationalcoach von Aserbaidschan, sei irritiert, dass der Kurzlehrgang für verdiente Nationalspieler, den Sammer einst selbst absolvierte, abgeschafft wurde.

Und mit Blick auf Sammer bemerkte der 61-Jährige spitz: "Wo ist eigentlich der Lehrgang für Sportdirektoren, die die wahre Macht haben?"

Sammer schießt zurück

Sammers Reaktion: "Es geht jetzt darum, dass wir in der Trainerausbildung konsequent umsetzen, was das DFB-Präsidium zum Beispiel auch mit Oliver Bierhoff, einstimmig beschlossen hat. Unter Bertis Führung hat die Konsequenz in der Trainerausbildung nämlich gefehlt."

Es gehe ihm um das Berufsbild Fußballtrainer. Das sei der Schlüssel für die Entwicklung unserer Fußballer. "Wir sollten dem Beruf des Fußballtrainers mehr Respekt und Demut entgegenbringen", erklärte Sammer.

Sonderlehrgang verweigert

Zur Debatte um den Erwerb der Fußballlehrer-Lizenz war es gekommen, nachdem der DFB und die Deutsche Fußball Liga (DFL) Teamchef Markus Babbel vom VfB Stuttgart - wie Sammer Europameister 1996 - einen Sonderlehrgang verweigert hatten.

Babbel, noch bis Saisonende bei den Schwaben im Amt, muss danach eine elfmonatige Ausbildung absolvieren. Der Verein wird sich folglich für die kommende Saison einen neuen Coach suchen müssen.

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