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Gomez (l.) und Klose (M.) bejubeln den 4:0-Sieg in der EM-Quali gegen Kasachstan © getty

Mit der Rückkehr zu zwei Stürmern will Löw das Länderspieljahr gegen Holland erfolgreich beenden. Auch die Abwehr wird umgebaut.

Vom DFB-Team berichtet Martin Volkmar

Hamburg - Mit der Rückkehr zu zwei Spitzen will die deutsche Nationalmannschaft das erfolgreiche Länderspieljahr krönen.

Joachim Löw plant am Dienstag gegen die Niederlande (ab 20.15 Uhr im LIVE-TICKER) mit Mario Gomez und Miroslav Klose.

Allerdings will der Bundestrainer noch das Abschlusstraining abwarten, nachdem Klose zuletzt wegen einer hartnäckigen Sehnenreizung im linken Knie pausieren musste.

"Wir werden nochmal testen, ob Miro voll belastbar ist. Erst danach werde ich mich definitiv festlegen", sagte Löw über einen Einsatz seines Ersatz-Kapitäns (Löw: "Es sind nicht mehr viele Plätze frei").

Sollte Klose passen müssen, würde wohl Mesut Özil in die Startformation rutschen.

Klose zuversichtlich

Der Stürmer von Lazio Rom zeigte sich aber zuversichtlich. "Mir geht es ganz gut. Es ist noch nicht ganz weg. Aber ich denke, dass ich spielen kann", erklärte Klose nach seiner ersten Einheit am Sonntag.

Dem Systemwechsel von 4-2-3-1 auf 4-4-2 steht der 112-malige Nationalspieler aufgeschlossen gegenüber: "Wichtig ist, dass wir jedes Spiel ausprobieren. Wir haben schon früher mit zwei Stürmern gespielt, da hat es auch geklappt."

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Skeptischer steht Sturmpartner und Ex-Bayern-Rivale Gomez dem erneuten Experiment gegenüber, zumal er selbst an die Doppelspitze mit Klose bei der EM 2008 keine guten Erinnerungen hat.

Gomez: "Kampf zwischen Miro und mir"

"Ich glaube nicht, dass es das System ist, was wir bei der EM spielen werden, sondern eine Variante", sagte der Bundesliga-Torschützenkönig, der für die Endrunde mit nur einem Platz im Sturm rechnet:

"Es ist ein Kampf zwischen Miro und mir. Beide wollen den einen Platz. Aber es ist noch eine ganze Weile bis zur EM."

Löw: Keine Aussagekraft für die EM

Deshalb hat der Ausgang des Prestigeduells gegen Vize-Weltmeister Niederlande für Löw auch keine Aussagekraft für das Turnier im nächsten Sommer in Polen und der Ukraine.

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"Es ist ein Testspiel für beide Teams in Richtung EM, aber es hat keinen Einfluss auf das Abschneiden bei der Endrunde", sagte er.

Deshalb wird Löw auch nicht seine erste Elf auflaufen lassen, sondern einige Stammkräfte wie Mesut Özil und Toni Kroos oder auch Mario Götze auf der Bank lassen oder später einwechseln.

Rückkehr zur Viererkette

Zudem wird es keinen erneuten Versuch mit der beim 3:3 in der Ukraine aufgestellten Dreierkette geben. "Wir werden wieder mit einer Viererkette spielen", sagte der DFB-Chefcoach:

"Zudem werde ich auf einige Spieler Rücksicht nehmen und früher runter nehmen, wenn das Ergebnis es zulässt.

Links in der Abwehr wird Lokalmatador Dennis Aogo vom HSV nach der Verletzung von Marcel Schmelzer erneut zum Einsatz kommen. Daneben spielen vermutlich Benedikt Höwedes rechts sowie zentral Per Mertesacker und Jerome Boateng.

Hinter dem Zweier-Sturm sollen die in der Ukraine nur eingewechselten Thomas Müller und Lukas Podolski über außen für Druck sorgen, dafür wird voraussichtlich Simon Rolfes neben Sami Khedira das defensive Mittelfeld verstärken.

Seit 2004 ohne Sieg im letzten Länderspiel

Ungeachtet der Umstellungen will die DFB-Auswahl erstmals seit 2004 (5:1 in Thailand) ein Länderspieljahr mit einem Sieg abschließen.

"Das kann ein großer Abschluss werden, ich hoffe auf eine offene und interessante Partie", sagte Löw vor seinem 75. Länderspiel als Bundestrainer.

"Natürlich wollen wir immer gewinnen, aber das Ergebnis ist nicht das Allerwichtigste."

Die voraussichtliche deutsche Aufstellung: Neuer ? Höwedes, Mertesacker, Boateng (Badstuber), Aogo ? Khedira, Rolfes ? Müller, Podolski ? Klose (Özil), Gomez

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