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Rainer Adrion trainiert momentan die zweite Mannschaft des VfB Stuttgart © getty

Stuttgart lässt den Wunschkandidaten des DFB für den U-21-Trainerposten nicht ziehen. Ein Deal mit Babbel bahnt sich nicht an.

Frankfurt/Main - Der DFB hat seinen Wunschkandidaten für den Posten des U-21-Nationaltrainers nicht bekommen.

Bundesligist VfB Stuttgart hat der Anfrage des Verbandes für den eigenen Nachwuchscoach Rainer Adrion eine Absage erteilt.

Der DFB muss sich bei der Suche nach einem Nachfolger für Dieter Eilts also bis ins neue Jahr gedulden.

Laut DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach soll nach dem Veto des VfB "nach Absprache mit DFB-Präsident Theo Zwanziger nun zügig ein neuer Personalvorschlag entwickelt werden".

DFB zeigt Verständnis

Die Stuttgarter erteilten Adrion nicht die sofortige Freigabe. "Eine Zusammenarbeit mit Rainer Adrion hätten sich Bundestrainer Joachim Löw und Sportdirektor Matthias Sammer sehr gut vorstellen können", erklärte Niersbach:

"Aber wir können absolut verstehen und akzeptieren daher, dass der VfB Stuttgart ihm nicht die sofortige Freigabe erteilen kann, weil er die U23 des VfB in der Dritten Liga betreut und an einer sehr wichtigen Position im Verein tätig ist."

Verband unter Zugzwang

Der DFB ist auf der Suche nach einem Nachfolger von Eilts, von dem sich der Verband trotz der erfolgreichen Qualifikation für die Europameisterschaft getrennt hatte, damit nun noch mehr unter Zugzwang geraten.

Der neue U-21-Trainer soll im Januar vorgestellt werden. Ihr nächstes Länderspiel bestreitet der deutsche Nachwuchs am 10. Februar 2009 in Irland. Höhepunkt für den Nachwuchs ist dann im Sommer die EM-Endrunde.

Adrion kurzfristig nicht zu ersetzen

Der VfB begründete die nicht erteilte Freigabe von Adrion mit dessen wichtiger Funktion im Verein. Adrion habe "nicht nur als Trainer des VfB II, sondern auch als Bindeglied zwischen der Nachwuchs- und der Profiabteilung eine überaus wichtige Position beim VfB inne, die wir so kurzfristig nicht adäquat besetzen können", erklärte VfB-Sportdirektor Horst Heldt.

Für Adrion selbst ist damit ein mögliches Engagement beim DFB vom Tisch. "Ich akzeptiere die Entscheidung des Vereins und werde auch in Zukunft sehr gerne als Trainer des VfB II tätig sein", sagte Adrion, der nach Angaben von Heldt langfristig an den VfB gebunden werden soll.

Kein Deal mit Babbel

Der DFB-Tross mit Niersbach, Sammer und Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff hatte sich am Montag mit Heldt in München zu einem Gespräch getroffen.

Zunächst war spekuliert worden, dass der VfB Adrion für den DFB freigeben und der DFB im Gegenzug den Stuttgartern im Streit um Teamchef Markus Babbel entgegenkommen würde.

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