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Joachim Löw steht vor seinem 76. Spiel als Bundestrainer © getty

Joachim Löw verzichtet vor dem Test gegen Frankreich auf Überraschungen. Doch "die Tür für andere ist nicht verschlossen".

Vom DFB-Team berichtet Thorsten Mesch

Berlin - Der Countdown zur Europameisterschaft geht in die heiße Phase, und der EM-Kader der deutschen Nationalmannschaft nimmt immer deutlichere Konturen an.

101 Tage vor dem ersten EM-Gruppenspiel gegen Portugal gab Bundestrainer Joachim Löw am Mittwoch in Berlin das Aufgebot für den ersten Härtetest der EM-Saison gegen Frankreich am 29. Februar in Bremen bekannt.

Er setzte dabei auf bekannte Namen, erstmals sind sowohl Lars als auch Sven Bender zugleich nominiert (521749DIASHOW: Der Kader für das Frankreich-Spiel).

Keine Überraschungen

Keiner der Spieler des 22-köpfigen Kaders ist zum ersten Mal dabei, eine überraschende Nominierung gab es nicht.

Auch der Gladbacher Mike Hanke, der sich Hoffnungen auf einen Platz als dritter Stürmer machen durfte, steht nicht im Kader.

"Es gibt sicher einige Spieler, die in den Jahren zuvor weggetaucht waren und aktuell in sehr guter Form sind", sagte Löw.

"Dennoch vetrauen wir den Spielern, die wir für das Spiel gegen Frankreich nominiert haben. Cacau hat in Stuttgart zwar Schwierigkeiten gehabt, aber bei der Nationalmannschaft immer gezeigt, dass mit ihm zu rechnen ist. Deshalb hat er auch noch mal eine Chance verdient."

Schweinsteiger und Götze fehlen

Verzichten muss Löw gegen Frankreich neben Per Mertesacker (FC Arsenal) verletzungsbedingt auch auf Mario Götze (Borussia Dortmund), Bastian Schweinsteiger (Bayern München) und Lukas Podolski (1. FC Köln).

"Wir haben einige Spieler, die verletzt sind und andere, die momentan in guter Form sind", erklärte Löw.

"Die Tür für andere ist ja nicht ganz geschlossen. Es gibt immer die Möglichkeit für andere Spieler, noch aufzuspringen", betonte Löw und ergänzte: "Es ist jetzt noch zu früh für Prognosen, aber wir sind vorbereitet auf die 'Was-wäre-wenn-Situation'."

Hoffnung auf Mertesacker

Mertesacker geht trotz seiner komplizierten Knöchelverletzung von seinem Einsatz bei der Europameisterschaft aus.

"Die EM ist nicht in Gefahr", schrieb der Innenverteidiger auf seiner Facebook-Seite.

"Wir alle gehen im Moment davon aus, dass Per es schafft, bis zur EM in Form zu sein und dass sich alles zum Guten entwickelt", meinte Löw.

"Jahr der großen Chance"

Mit Blick auf die EM-Endrunde in Polen und der Ukraine sprach der Bundestrainer von einem "Jahr der großen Chance."

Das DFB-Team habe die Möglichkeit, sich "vor Millionen von Zuschauern mit den besten Mannschaften der Welt zu messen", was "eine ganz besondere Motivation" sei.

Er wisse, dass die Erwartungen in Deutschland "sehr, sehr hoch" seien, was in den "guten Ergebnissen zusammen, die wir in den letzten Jahren erreicht haben", begründet sei.

"Die Erwartungen sind hoch, deshalb ist auch die Fallhöhe, glaube ich, etwas höher", meinte Löw.

Bierhoff setzt auf Unterstützung der Fans

"Wir arbeiten daran, uns insgesamt noch zu verbessern. Wir werden uns vorbereiten und ein gutes Turnier spielen", gab sich der Bundestrainer zuversichtlich.

Die heiße Phase der Vorbereitung hat für Oliver Bierhoff bereits begonnen.

Der DFB-Teammanager erklärte, das Karten-Kontingent für deutsche Zuschauer sei "so gut wie ausgeschöpft" und er sei "guter Dinge, dass viele deutsche Fans in den Stadien sein werden."

Die deutsche Mannschaft habe in "Danzig eine tolle Location gefunden", betonte Bierhoff, und auch die Reisen zu den Gruppenspielen in die Ukraine seien kein Problem: "Die Flüge werden wir locker wegstecken."

Das DFB-Aufgebot für das Frankreich-Spiel:

Tor: Manuel Neuer, Tim Wiese

Abwehr: Dennis Aogo, Holger Badstuber, Jerome Boateng, Benedikt Höwedes, Mats Hummels, Philipp Lahm, Marcel Schmelzer, Christian Träsch

Mittelfeld: Lars Bender, Sven Bender, Sami Khedira, Toni Kroos, Thomas Müller, Mesut Özil, Marco Reus, Simon Rolfes, Andre Schürrle

Angriff: Mario Gomez, Miroslav Klose, Cacau

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