"Nicht interessiert!" - Kahn sagt dem DFB ab
Von Christian Stüwe und Michael Gößl
Bad Griesbach/München - Der Posten des DFB-Sportdirektors ist nach dem Abgang von Matthias Sammer zum FC Bayern München derzeit verwaist.
Als ein möglicher Nachfolgekandidat galt Oliver Kahn.
Doch der Ex-Nationaltorhüter schließt ein Engagement beim DFB aus.
"Ich bin momentan überhaupt nicht daran interessiert - weder beim DFB noch bei einem Verein – irgendeine Position zu übernehmen, denn es gibt noch schönere Dinge im Leben als Fußball", sagte Kahn gegenüber SPORT1 bei der Kaiser Trophy in Bad Griesbach anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der "Franz Beckenbauer-Stiftung".
Kahn schwenkt um
Er sei "interessanten Aufgaben" gegenüber aufgeschlossen, hatte Kahn noch vor wenigen Tagen im "kicker" gesagt.
Nun hat der "Titan" seine Meinung offenbar geändert.
Auch Freund verlässt DFB
Damit muss der DFB einen weiteren Rückschlag verkraften.
Nach Sammers Abgang hatte sich erst am Mittwoch Juniorencoach Steffen Freund entschieden, dem DFB den Rücken zuzukehren und stattdessen Assistenztrainer von Andre Villas-Boas bei Tottenham Hotspur zu werden.
Auch Freund war in den Medien als möglicher Sammer-Nachfolger gehandelt worden, genauso wie DFB-Juniorencoach Christian Ziege.
Effenberg ein Kandidat?
Spekuliert wurde auch, ob nicht Stefan Effenberg den Posten als Sportdirektor übernehmen könnte. Auch DFB-Chefausbilder Frank Wormuth gilt als Kandidat.
Nach Kahns Absage hat sich der Kreis nun um eine Person verkleinert. Beim DFB sieht man aber ohnehin keinen Grund zur Hektik.
"Es kann schnell gehen, es kann aber auch ein paar Wochen oder ein paar Monate dauern", hatte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach bereits unmittelbar nach Sammers Abgang zu dessen Nachfolge verkündet.