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Joachim Löw will Marco Reus gegen die Färöer von Anfang an bringen © imago

Vor dem Auftakt gegen die Färöer erklärt Bundestrainer Joachim Löw seine Personalspiele für die WM-Qualifikation.

Barsinghausen - Bundestrainer Joachim Löw hat vor dem Auftakt gegen die Färöer (Fr., ab 20.15 Uhr im LIVE-TICKER) davor gewarnt, die WM-Qualifikation zu unterschätzen.

"Die letzte Qualifikation haben wir mit Bravour bestanden. Dieses Mal wird es schwieriger werden, denn die Gruppe ist sehr ausgeglichen. Das wird kein Selbstläufer", erklärte Löw auf einer Pressekonferenz in Barsinghausen.

"Die Gegner sind sehr motiviert und werden uns das Leben schwer machen", ist sich Löw sicher (DATENCENTER: WM-Qualifikation).

Die EM habe sein Team verarbeitet, man habe viele Erkenntnisse gewonnen: "Der Erfolgshunger ist absolut vorhanden, die Enttäuschung haben die Spieler weggesteckt."

Erfolgshunger "zu spüren"

Er sei nach der EM "emotional enttäuscht" gewesen. Mit den Erkenntnissen aus der Analyse sei jedoch auch bei ihm die Motivation zurückgekehrt. "Der Erfolgshunger ist auch im Trainerteam zu spüren."

Mit dem Offensivspiel ist der Bundestrainer insgesamt zufrieden, auf SPORT1-Nachfrage erklärte er aber, es bestünde Verbesserungsbedarf an anderer Stelle: "Im Spiel gegen den Ball müssen wir uns verbessern. Hier werde ich Wert darauf legen, dass wir uns nach vorne entwickeln. Gerade wenn ich den Ball nicht habe, muss ich aktiv werden, um dem Gegner keine Zeit zu geben."

Kroos-Einsatz fraglich

Kapitän Philipp Lahm werde er wieder von der linken auf die rechte Seite verschieben, da dieser auch bei Bayern wohl dauerhaft dort spielen werde, kündigte der Bundestrainer an.

Der andere Grund für Lahms Versetzung sei der designierte Linksverteidiger Marcel Schmelzer aus Dortmund. "Ich habe bei Schmelzer das Gefühl, dass er bei uns angekommen ist und gute Leistungen bringen wird", sagte Löw.

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Während der Dortmunder Außenverteidiger nach einem leichten Infekt wieder trainieren konnte, bangt der Bundestrainer für das Färöer-Spiel um den Einsatz von Toni Kroos.

"Hinter seinem Einsatz steht ein Fragezeichen", sagte Löw am Mittwoch. Der Mittelfeldspieler vom Rekordmeister Bayern München laboriert an einer Hüftprellung und konnte am Mittwochmorgen nicht mit der Mannschaft trainieren.

Offensive muss verteidigen

Gegen die Färöer fordert er auch die Offensivspieler auf, sich an der Defensivarbeit zu beteiligen: "Das sind die ersten Verteidiger."

Arsenals Verteidiger Per Mertesacker sprach Löw auch nach den Verletzungen der vergangenen Saison das Vertrauen aus: "Ich weiß, was ich an Per habe. Er war bei den vergangenen Turnieren die Verlässlichkeit in Person."

Im Angriff baut Löw auch gegen die Färöer auf BVB-Star Marco Reus, der von Beginn an spielen soll.

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