vergrößernverkleinern
Horst Hrubesch ist seit 2000 Jugendtrainer beim DFB © getty

Vor dem Test gegen Irland erhält der U-21-Coach vom Bundestrainer "uneingeschränkte Rückendeckung" für die EM-Endrunde.

München - Mit großem Selbstvertrauen und einer Extra-Motivation von Bundestrainer Joachim Löw starten die deutschen U-21-Fußballer ins Unternehmen EM-Titel.

Am Tag vor dem Abflug zum ersten Test des Jahres in Cork gegen Irland (Dienstag, ab 20.30 Uhr LIVESCORES und live im DSF ) sagte Löw U-21-Coach Horst Hrubesch die uneingeschränkte Rückendeckung für die EM-Endrunde im Juni in Schweden zu.

Damit heizt der Bundestrainer auch den Kampf um die Plätze im EM-Kader zusätzlich an.

"Dieses Turnier genießt bei uns eine höhere Priorität als die Asienreise der Nationalmannschaft", sagte Löw.

Und ergänzte: "Wir haben besprochen, dass die U 21 für die EM unsere volle Unterstützung bekommt. Wenn Horst Hrubesch einen Spieler haben möchte, der auch für die Asienreise in Frage kommt, dann wird er ihn für die EM bekommen".

Vier Spieler bereits im A-Team

Dies spielt Hrubesch in die Karten. Der Europameister von 1980 hatte vollmundig erklärt, man werde "definitiv um den Titel spielen". Mit Unterstützung aus dem A-Team steigen die Chancen darauf enorm.

Aus Löws Kader für das Länderspiel gegen Norwegen sind in Marko Marin (Mönchengladbach), Andreas Beck (Hoffenheim), Mesut Özil (Bremen) und Serdar Tasci (Stuttgart) vier Spieler noch für die U 21 spielberechtigt.

Auch Tascis Klubkollege Sami Khedira und Benedikt Höwedes (Schalke 04), die in Irland dabei sind, stehen schon im Blickfeld des Bundestrainers.

Weitere Kandidaten nicht dabei

Die übrigen Junioren werden sich in Irland besonders beweisen müssen. "Die Jungs müssen jetzt zeigen, dass sie unbedingt zur EURO wollen", mahnte Hrubesch und forderte damit ein klares Signal von allen Jungprofis.

Zu den vier "Schatten-Männern" aus Löws Kader kommen noch mehrere Kandidaten für die EM. So die diesmal fehlenden Toni Kroos (Leverkusen), Mats Hummels (Dortmund), Aaron Hunt (Bremen) und Ashkan Dejagah (Wolfsburg).

Oder auch diesmal noch nicht berücksichtige Talente wie 11-Millionen-Mann Savio Nsereko (West Ham United), der im Sommer von Gladbach zu Bayern München wechselnde Alexander Baumjohann oder der seit Kurzem in Stuttgart spielenden Kapitän der U19-Europameister, Timo Gebhart.

Wettkampf statt Werbereise

In den vergangenen Jahren war die U21 ein zuverlässiger Zulieferer ans A-Team (Löw: "Eine wichtige Schnittstelle"), die Turnierbilanz der ausgebluteten Junioren-Jahrgänge war aber entsprechend verheerend.

Die Asien-Reise des A-Teams nach Saisonende mit Spielen in Shanghai gegen China und Abu Dhabi gegen die Vereinigten Arabischen Emirate dient jedoch vor allem Imagegründen.

Deshalb sieht Löw in der EM eine wertvollere Erfahrung für potenzielle Auswahlspieler und verspricht sich vom Auftreten unter Wettkampfbedingungen offenbar nützlichere Erkenntnisse.

Hrubesch erwartet "kampfstarke" Iren

Hrubesch, der am 1. Juli von Rainer Adrion abgelöst wird, erhält also zusätzliche Alternativen. Doch auch der aktuelle Kader hat selbst nach der Absage des Leverkuseners Gonzalo Castro Potenzial.

13 der 17 nominierten Spieler kamen am Wochenende in der 1. oder 2. Liga zum Einsatz, zwei erzielten ein Tor, Schalke-Torhüter Manuel Neuer hielt beim 1:0 gegen Bremen überragend.

"Wenn wir unser Potenzial abrufen, können wir gegen jeden Gegner bestehen", sagt Hrubesch, der "robuste und kampfstarke Iren" erwartet.

Die voraussichtliche deutsche Mannschaftsaufstellung:

Neuer (Schalke 04) - Schwaab (SC Freiburg), Höwedes (Schalke 04), Jaissle (1899 Hoffenheim), Aogo (Hamburger SV) - Khedira (VfB Stuttgart), Jerome Boateng (Hamburger SV) - Ebert (Hertha BSC Berlin), Kevin-Prince Boateng (Borussia Dortmund) - Heller (MSV Duisburg), Hennings (FC St. Pauli).

Zum Forum - Jetzt mitdiskutieren!Zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel