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Mario Gomez erzielte in 20 Länderspielen sechs Tore © getty

Im DFB-Team tobt der Kampf um den Platz neben Miroslav Klose. "Ich bin glücklich über diese Auswahl an hochkarätigen Stürmern", sagt Löw.

Vom DFB-Team berichtet Thorsten Mesch

Düsseldorf - Zwei der am häufigsten gestellten Fragen beantwortete Joachim Löw am Dienstag kurz und knapp.

Rene Adler wird gegen Norwegen (ab 20 Uhr LIVE) im Tor der deutschen Nationalmannschaft stehen. Im Sturm wird Mario Gomez neben Miroslav Klose auflaufen.

Ähnlich wie auf der Torwartposition, wo mit Tim Wiese, Robert Enke und Manuel Neuer noch drei starke Keeper bereit stehen, kann der Bundestrainer im Angriff aus dem Vollen schöpfen.

Löw glücklich über "Hochkaräter"

"Nimmt man noch Lukas Podolski dazu, der im März zurückkehren wird, haben wir mehrere sehr gute Stürmer", meinte Löw. "Auf dieser Position sind wir sehr flexibel. Ich bin glücklich, dass ich so eine Auswahl an hochkarätigen Stürmern habe."

Auch Michael Ballack freut sich über das Überangebot an guten Angreifern. "Es gibt nichts Besseres, als wenn der Trainer eine große Auswahl hat, deshalb ist unsere Situation ausgezeichnet", erklärt Ballack im Gespräch mit Sport1.de.

Gomez' Formkurve zeigt nach oben

"Jede Nationalmannschaft wünscht sich Stürmer, die treffen. Das ist es, was im internationalen Vergleich den großen Unterschied ausmacht. Viele Mannschaften stehen kompakt, sind gut organisiert. Und wenn man dann Stürmer hat, die treffen, ist das sehr positiv für die Mannschaft."

Dass Gomez gegen die Skandinavier neben Klose in der Startelf steht, kommt nicht überraschend.

Am Samstag erzielte der Stuttgarter beim 4:2-Auswärtssieg gegen Bayer Leverkusen zwei Tore. Die Formkurve des 23-Jährigen, der bei der EM im vergangenen Jahr enttäuschte, zeigt steil nach oben.

Elf Spiele ohne Tor

"Ich habe etwas gutzumachen. Im letzten halben Jahr habe ich nicht so gut gespielt in der Nationalmannschaft", erklärte Gomez: "Die Leute sagen schon: Was will der bei der Nationalelf?"

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Seine beiden letzten von bisher sechs Länderspieltoren erzielte Gomez am 26. März 2008 beim 4:0 gegen die Schweiz. Seitdem ging der 20-malige Nationalspieler in elf Versuchen leer aus.

Gute Erinnerungen

Löw hofft, dass am Mittwoch "der Knoten platzt". Gomez hat gute Erinnerungen an die Düsseldorfer Arena: Vor genau zwei Jahren debütierte er an gleicher Stelle beim 3:1 gegen die Schweiz und erzielte prompt einen Treffer.

Am Samstag schenkte er den Leverkusenern in deren vorübergehender Heimspielstätte gleich zwei Tore ein.

Helmes und Kießling auf der Bank

Die Bayer-Angreifer Patrick Helmes und Stefan Kießling gingen leer aus, während Gomez sich von den VfB-Fans feiern ließ. Am Mittwoch müssen beide von der Ersatzbank aus zusehen, wie Gomez mit Klose aufläuft.

Helmes, mit 13 Treffern bester deutscher Torschütze in der Bundesliga, und Kießling, spielen beide mit Bayer schon am Freitag bei Tabellenführer 1899 Hoffenheim und sind laut Löw für Einwechslungen vorgesehen.

Klose die unangetastete Nummer eins

Klose, mit 44 Toren in 87 Länderspielen unangetastete Nummer eins im Angriff, war am Sonntag beim 3:1 seines FC Bayern gegen Dortmund mit zwei späten Toren der Held des Tages. Allerdings hätte Klose auch der "Depp" des Abends sein können, denn er hatte zuvor mehrere gute Einschussmöglichkeiten vergeben.

"Es zeichnet mich aus, dass ich immer an meine Chancen glaube. Irgendwann wird man belohnt.?, erklärte Klose, und Dortmunds Torwart Roman Weidenfeller lobte: "Miro ist ein Stürmer der Extraklasse."

Podolski außen vor

In den letzten 16 Pflichtspielten der Münchner war Klose an 16 Treffern beteiligt, erzielte elf Tore selbst und bereitete fünf vor. In der Nationalmannschaft traf er zuletzt nicht, rettete dem DFB-Team aber im September beim 3:3 in Finnland mit drei Treffern einen Punkt.

Mit 31 Treffern in 60 Länderspielen hat Lukas Podolski eine ähnlich starke Bilanz wie Klose. Der Noch-Münchner hat jedoch noch Trainingsrückstand und fehlt deshalb.

Helmes darf hoffen

Ob Podolski bei seiner Rückkehr eine Startplatz-Garantie bekommt, ist zudem zumindest fraglich. Löw bescheinigte Helmes ("Ich hoffe auf mehr Einsätze") "einen großen Schritt nach vorne" gemacht zu haben, bei Kießling stellte er "gute Leistungen bei Bayer und läuferische Qualitäten" fest.

"Der Konkurrenzkampf ist sehr groß", weiß auch Gomez. In seinem neuen "Lieblingsstadion" will sich der Stuttgarter gegen Norwegen für höhere Aufgaben empfehlen.

Und möglichst 2010 bei der WM in Südafrika seine verkorkste EM vergessen machen.

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