vergrößernverkleinern
Michael Ballack absolviert in Düsseldorf sein 90. Länderspiel © getty

Michael Ballack spricht im zweiten Teil des Interviews mit Sport1.de über seine Zukunftsperspektiven und die Entwicklung beim FC Bayern.

Vom DFB-Team berichtet Thorsten Mesch

Düsseldorf - Michael Ballack hat dieser Tage kaum eine ruhige Minute.

Kaum begibt er sich auf Länderspielreise, wird erst sein Klubcoach Luiz Felipe Scolari entlassen.

Ballack zeigte sich von der Entwicklung gegenüber Sport1.de überrascht. ("So etwas ist immer unangenehm")

Dann wurde am Mittwoch Russlands Nationaltrainer Guus Hiddink als Nachfolger des Brasilianers verkündet (Hiddink übernimmt Chelsea).

Im zweiten Teil des Interviews mit Sport1.de spricht der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft über seine Zukunftsperspektiven und die Entwicklung beim FC Bayern.

Sport1.de: Herr Ballack, ihr Vertrag beim FC Chelsea läuft im Sommer aus. Können Sie sich vorstellen, vielleicht doch noch einmal in Deutschland zu spielen, oder schließen Sie eine Rückkehr definitiv aus?

Michael Ballack: Definitiv kann man nicht sagen. Im Fußball geht es manchmal schnell. Man weiß nicht, wie sich die Dinge in den nächsten Monaten entwickeln. Schauen wir mal. Geplant ist es nicht. Ich habe immer gesagt, dass ich noch länger bei Chelsea bleiben möchte.

Sport1.de: Mit welchen Erwartungen gehen Sie in die Champions-League-Spiele gegen Juventus Turin?

Ballack: Juventus ist eine erfahrene Mannschaft und italienische Teams sind immer schwer zu spielen. Dass wir das Rückspiel in Turin haben, ist auch nicht unbedingt ein Vorteil. Wir haben natürlich momentan nicht den besten Lauf und das allergrößte Selbstvertrauen, was man ja in der Liga gesehen hat.

Sport1.de: Wie wollen Sie das ändern?

Ballack: Wir müssen erst einmal unsere Sicherheit wiederfinden. Wir müssen schnell zusehen, dass wir zu alter Stärke finden. Trotzdem ist unser Ziel weiterhin, wieder ins Finale zu kommen. Die Qualität dazu haben wir.

[image id="2b12ca16-6676-11e5-acef-f80f41fc6a62" class="half_size"]

Sport1.de: Wie sehen Sie die Entwicklung beim Ihrem Ex-Verein FC Bayern?

Ballack: Sie haben im vergangenen halben Jahr eine super Entwicklung durchgemacht. Jürgen Klinsmann ist in München unter sehr schwierigen Bedingungen gestartet. Ich hatte ihn zwei Jahre in der Nationalmannschaft und weiß, wie er Dinge sieht und mit welcher Motivation er sie angeht. Seine Handschrift ist absolut zu erkennen.

Sport1.de: Wo stehen die Bayern im internationalen Vergleich?

Ballack: Es zeichnet sich immer mehr ab, dass die Bayern wieder hoch gehandelt werden. Sie haben in der Champions League überzeugend die Vorrunde überstanden, spielen attraktiven Fußball und wirken fit. Sie haben sehr gut eingekauft und in den letzten ein, zwei Jahren gut investiert. Vorher war es ja nicht unbedingt immer der Fall, dass sie dieses Risiko gesucht haben, das nötig ist, um auch international einen Titel gewinnen zu können. Franck Ribery hat ja mit Nachdruck Verstärkungen gefordert.

Sport1.de: Hätten Sie sich zu Ihrer Zeit solche Verstärkungen wie Ribery oder Luca Toni gewünscht?

Ballack: Ich habe das eine oder andere Mal den Wunsch geäußert, aber in diesen Größenordnungen wurde es leider damals noch nicht gemacht. Jetzt haben die Bayern Handlungsbedarf gesehen und sind dafür belohnt worden. >>Hier geht es zurück zum ersten Teil des Interviews mit Michael Ballack

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel