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Faris Özbeck (r.) ist als Galatasaray-Profi der einzige Legionär in der Startelf © getty

In der Qualifikation zur EM 2009 müssen die U21-Junioren nach Moldawien reisen. Trainer Eilts plagen große Personalsorgen.

Tiraspol - Olympia verfolgen sie nur vor dem Fernseher, das Tor zur EM 2009 können die deutschen U21-Fußballer am Dienstag aber weit aufstoßen.

Mit einem Erfolg in Moldawien (18 Uhr LIVE im DSF) wäre zumindest die Teilnahme an den Playoff-Spielen im Oktober fast sicher.

Ein weiterer Sieg in den beiden Heimspielen gegen Nordirland und Israel Anfang September würde die sichere Teilnahme an den Ausscheidungsspielen bedeuten.

In der Qualifikation zur letzten EM waren die deutschen Junioren an England gescheitert und hatten damit auch Olympia verpasst.

Elf Spiele ohne Niederlage

"Wir wollen die Partie ohne Wenn und Aber gewinnen", stellte Trainer Dieter Eilts klar: "Unser Ziel ist die Endrunde 2009 in Schweden. Und mit einem Sieg würden wir einen ganz wichtigen Schritt in Richtung Playoffs machen."

Nach elf Spielen ohne Niederlage ist der Europameister von 1996 optimistisch, obwohl er im Sheriff Sport Complex von Tiraspol neun Spieler ersetzen muss:

"Wir haben in der Vergangenheit schon öfter bewiesen, dass wir kurzfristig auf Ausfälle reagieren können."

Etliche Stammkräfte fehlen

Serdar Tasci (VfB Stuttgart) und Marko Marin (Borussia Mönchengladbach) wurden von Bundestrainer Joachim Löw für das A-Länderspiel gegen Belgien nominiert.

Stammkeeper Manuel Neuer (Schalke 04) fehlt noch Wochen verletzt, Marc-Andre Kruska (Borussia Dortmund) ist gesperrt.

Zudem ereilten Eilts am Wochenende noch fünf Absagen. Besonders bitter ist die von Deutschlands Super-Talent Toni Kroos von Bayern München, das in Moldawien sein Debüt in der U21 geben sollte.

Auch die Offensivspieler Marcel Heller (Eintracht Frankfurt), Daniel Halfar (Arminia Bielefeld) und Aaron Hunt (Werder Bremen) sowie Außenverteidiger Jerome Boateng (Hamburger SV) mussten passen.

Ashkan Dejagah (VfL Wolfsburg/Schädelprellung) ist angeschlagen.

Höwedes und Beck lassen aufhorchen

Dafür spielten sich andere Akteure wie die Abwehrspieler Andreas Beck (1899 Hoffenheim) und Benedikt Höwedes (Schalke 04) am ersten Bundesliga-Spieltag mit guten Leistungen weiter in den Vordergrund.

Sie strotzen entsprechend vor Selbstvertrauen.

Eilts gefällt der Ehrgeiz seiner Akteure: "Die Jungs haben in der Saisonvorbereitung gut gearbeitet. Ich hoffe, dass die Mannschaft an die Leistungen anknüpfen kann, die sie in der vergangenen Saison gezeigt hat."

Deshalb flößt ihm auch der Gegner wenig Respekt ein: "Moldawien hat einen kleinen Vorteil, weil die Spieler bereits mitten in der Saison sind. Aber wir haben schon im Hinspiel gezeigt, dass wir die bessere Mannschaft sind."

Die voraussichtliche deutsche Aufstellung:

Fromlowitz (Hannover 96) - Beck (1899 Hoffenheim), Hummels (Borussia Dortmund), Höwedes (Schalke 04), Aogo (Hamburger SV) - Özbek (Galatasay Istanbul), Castro (Bayer Leverkusen), Khedira (VfB Stuttgart), Rosenthal (Hannover 96) - Dejagah (VfL Wolfsburg) oder Özil (Werder Bremen) - Hennings (FC St. Pauli)

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