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Per Mertesacker spielte von 2006 bis 2011 bei Werder Bremen © getty

Der DFB-Abwehrspieler findet die Kritik an der Defensive zu hart. Die Vergangenheit lässt ihn auf eine Wende zum Guten hoffen.

München - Nationalspieler Per Mertesacker hat nach der anhaltenden Kritik an der wackeligen DFB-Abwehr die gesamte Mannschaft in die Pflicht genommen.

"Ich denke, dass allen auf dem Platz klar sein muss, dass wir zusammen verteidigen müssen. Ich finde es nicht angebracht, dass immer nur die Viererkette beschimpft wird, wenn es mal blöd läuft", sagte der 29-Jährige vor den vorentscheidenden WM-Qualifikationsspielen gegen Österreich am Freitag in München und auf den Färöern am 10. September (jeweils 20.15 Uhr LIVE auf SPORT1.fm und im LIVE-TICKER) in einem "Welt"-Interview.

"Dass manchmal ganz andere Handlungen auf dem Platz Auslöser für etwas sind, wird oftmals übersehen", führte der Arsenal-Abwehrspieler weiter aus.

Er glaube, "wir können uns als Mannschaft in Bezug auf das Umschaltspiel verbessern. Wenn es einen Ballverlust gibt, müssen wir noch viel handlungsschneller werden".

Kritik nach Paraguay-Spiel

Im Länderspieljahr 2013 hat die deutsche Nationalelf, die sich am Montag in München zur Vorbereitung auf den Qualifikations-Doppelpack traf, bereits elf Gegentore in sechs Spielen hinnehmen müssen - davon alleine neun in den drei letzten Partien gegen Ecuador (4:2), die USA (3:4) und Paraguay (3:3). (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Nach dem Paraguay-Spiel hatte sich deshalb auch Mertesacker einige Kritik gefallen lassen müssen. Es sei ihm aber "zu einfach, Dinge, die nicht gut laufen, immer nur an einzelnen Personen festzumachen. Ich kann mit Kritik umgehen und auch mit ihr leben", sagte der frühere Bremer und Hannoveraner, der zuletzt wenigstens von Arsenal-Teammanager Arsene Wenger sehr gelobt wurde.

Er spüre, so Mertesacker, "dass ich bei Arsenal gebraucht werde und bringe mich in diesem Klub voll ein". .

Vergangenheit als gutes Omen

Trotz der aktuellen Defensiv-Probleme in der DFB-Elf sieht Mertesacker der WM in Brasilien im kommenden Jahr optimistisch entgegen.

Unruhe wegen der Abwehr habe es schon vor den Turnieren 2006, 2008 oder 2010 gegeben, "aber dann lief es immer gut".

Er sei sich sicher, "dass wir topvorbereitet sein werden. Wir hatten noch nie einen Kader, der qualitativ und in der Breite so gut aufgestellt war".

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