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Schweinsteiger (l.) traf per Elfmeter zur 1:0-Führung © getty

Im ersten Länderspiel nach dem verlorenen EM-Finale feierte die deutsche Nationalmannschaft einen verdienten Erfolg.

Von Martin van de Flierdt

Nürnberg ? Die deutsche Nationalmannschaft ist mit einem Erfolg in die neue Länderspielsaison gestartet.

In Nürnberg gewann die Auswahl von Bundestrainer Joachim Löw ihr einziges Testspiel vor Beginn der WM-Qualifikation gegen Belgien mit 2:0 (0:0).

Bastian Schweinsteiger brachte die deutsche Mannschaft mit einem verwandelten Foulelfmeter in Führung (59.). Der eingewechselte Marko Marin stellte mit seinem ersten Länderspieltor (77.) den Endstand her.

"Zu diesem Zeitpunkt der Saison hat die Mannschaft schon versucht, guten Fußball zu spielen. Die positive Erkenntnis war, dass der Ball schnell gelaufen ist", zeigte sich Löw zufrieden.

Tasci feiert Debüt

Vor 34.100 Zuschauern im easyCredit-Stadion hatte Joachim Löw mit Serdar Tasci den 18. Debütanten seiner Zeit als Bundestrainer aufgeboten.

Der Stuttgarter agierte vor Torhüter Robert Enke in der Innenverteidigung mit dem Schalker Heiko Westermann, Christoph Metzelder blieb zunächst auf der Bank.

"Serdar Tasci hat all das umgesetzt, was wir von ihm erwartet haben. Für das erste Länderspiel hat er seine Sache wirklich gut gemacht", lobte Löw den Neuling.

Trochowski mit dem ersten Versuch

Im Angriff begann Lukas Podolski an der Seite von Miroslav Klose. Podolskis Part im linken offensiven Mittelfeld übernahm der Hamburger Piotr Trochowski.

Die deutsche Auswahl begann gegen den 46. der Fifa-Weltrangliste schwungvoll. Schon nach zwei Minuten brachte Trochowski Belgiens Torwart Stijn Stijnen mit einem Distanzschuss in arge Bedrängnis.

Kurz darauf traf Podolski mit einer Volleyabnahme nach Maßflanke von Lahm das Außennetz (4.). Als der Müncher Angreifer dann auf Zuspiel von Thomas Hitzlsperger allein auf Stijnen zulief, legte er den Ball zwar an dem Torwart aber auch am Tor vorbei.

Stijnen holte den 23-Jährigen im Zuge dieser Aktion weit vor dem Strafraum rüde von den Beinen, blieb aber ohne Verwarnung (13.). Podolski erlitt eine Rippenprellung.

Starke Parade von Stijnen

Bei einem Schuss Kloses aus acht Metern zeigte sich Stijnen anschließend von seiner besseren Seite (19.), Schweinsteiger drosch den Ball nach Hereingabe von Trochowski von der Fünfmeterraumgrenze übers belgische Gehäuse (22.).

In der Folge verflachte das deutsche Angriffsspiel deutlich. Bis zur Pause wurde die DFB-Elf nur noch durch einen Distanzschuss von Hitzlsperger knapp neben den rechten Pfosten gefährlich.

Die Belgier hatten im Anschluss an einen Flankenlauf von Axel Witsel über den rechten Flügel ihre einzige gute Chance, als Tom De Sutter den Ball vor Westermann ans Außennetz spitzelte (19.).

Neues Angriffsduo

Zur zweiten Halbzeit brachte Löw mit Kevin Kuranyi und Mario Gomez ein neues Sturmduo. Nachdem Philipp Lahm mit einem gefühlvollen Schlenzer an Stijnen gescheitert war, war der Stuttgarter an der deutschen Führung maßgeblich beteiligt.

Als Gomez von Trochowski im Strafraum mustergültig freigespielt worden war, hielt Belgiens Abwehrchef Daniel van Buyten Gomez fest und verursachte einen Foulelfmeter.

Den verwandelte Schweinsteiger, der zu Beginn des zweiten Spielabschnitts die Kapitänsbinde von Klose übernommen hatte, ohne Probleme (59.).

Tolles Tor von Marin

Anschließend plätscherte die Partie ohne Höhepunkte dahin, ehe der für Hitzlsperger eingewechselte Marin die Zuschauer von den Sitzen riss. Nach sehenswertem Doppelpass mit Lahm verlud der Mönchengladbacher van Buyten und traf aus acht Metern zum 2:0 (77.). Dies blieb die letzte nennenswerte Szene.

Beste deutsche Akteure waren Lahm und Hitzlsperger. Auch Tasci gefiel mit gutem Stellungsspiel und gelungener Spieleröffnung, während sich Torwart Enke sich mangels Gelegenheit nicht auszeichnen konnte.

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