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Thomas Hitzlsperger (l.) spielte bislang 39 Mal für Deutschland © getty

Im Mittelfeld boten sich gegen Belgien mehrere Alternativen an. Zwei gestandene Größen im Angriff blieben dagegen blass.

Mittelfeld:

"Der Konkurrenzdruck ist jetzt größer, weil jeder spielen will", sagte Thomas Hitzlsperger. "Die, die nachgerückt sind, haben ihre Chance genutzt."

Er dürfte sich selbst mit eingeschlossen haben. Unverhohlen hatte er schon am Dienstag geäußert, die gegen Belgien fehlenden Routiniers Torsten Frings und Michael Ballack mittelfristig verdrängen zu wollen. Mit seiner Leistung lieferte er die passenden Argumente.

"Ich möchte den Konkurrenzkampf. Deshalb ist es auch legitim, dass Thomas Hitzlsperger sagt, dass er Stammspieler werden will", gab Löw dem Stuttgarter Rückendeckung.

Dieser habe gemeinsam mit Simon Rolfes "die Dinge gut umgesetzt und mutig gespielt". Dennoch wisse der DFB-Stab, "was wir an Ballack und Frings haben".

Für die linke Mittelfeldposition empfahlen sich Piotr Trochowski, dem Löw "unglaubliche Fähigkeiten" bescheinigte, und Marko Marin. Dessen spektakuläres Tor zum 2:0 (77.) bezeichnete der Bundestrainer als "frech und qualitativ gut". Von beiden erwartet der Coach, "dass sie angreifen". Diese Aussage ergäbe wenig Sinn, wenn Löw nicht künftig fest mit ihnen planen würde.

Angriff:

Gegen die Belgier gab es wieder einmal kein Stürmertor. "Das beunruhigt mich wenig", behauptete Löw. "Klose und Podolski sollten in der ersten Halbzeit Druck ausüben, Gomez und Kuranyi in der zweiten. Das haben sie getan."

Während Podolski bis zum üblen Tritt von Belgiens Torwart Stijn Stijnen agil wirkte und Gomez den Foulelfmeter zum 1:0 herausholte, blieben Klose und Kuranyi allerdings blass. "Es ist normal, dass wir Nationalspieler nach der EM noch nicht 100-Prozentig fit sind", entschuldigte Klose sein über weite Strecken unglückliches Auftreten.

"Man kennt die Abschlussstärke unserer Stürmer", macht sich auch Löw keinen Kopf. Zumal er noch ein weiteres Ass im Ärmel weiß: "Patrick Helmes hat ein großes Potenzial. Von ihm erwarte ich in kommenden Monaten einiges."

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