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Michael Ballack (r.) und Marcell Jansen brachten das DFB-Team auf die Siegerstraße © getty

Zwei frühe Tore sorgen gegen Liechtenstein schnell für klare Verhältnisse. Das DFB-Team vergibt einen höheren Sieg.

Vom DFB-Team berichtet Martin Volkmar

Leipzig - Standesgemäß, aber ohne viel Glanz hat sich die deutsche Nationalmannschaft für das Duell gegen Wales warm geschossen.

Gegen den harmlosen Fußball-Zwerg Liechtenstein kam die DFB-Auswahl in Leipzig zu einem nie gefährdeten 4:0 (2:0).

Nach dem ersten Sieg im Jahr 2009 ist das Team von Bundestrainer Joachim Löw weiter Tabellenführer der WM-Qualifikationsgruppe 4 mit vier Punkten Vorsprung auf Russland (9), das 2:0 in Aserbaidschan gewann.

Da die Russen am Mittwoch spielfrei sind, kann die DFB-Auswahl die Führung ausbauen durch einen Erfolg in Wales, das am Samstag 0:2 gegen Finnland verlor.

Ein wenig Wiedergutmachung

Mit dem ungefährdeten Erfolg gegen Liechtenstein leistete die deutsche Elf zudem ein wenig Wiedergutmachung für die letzten Testspielpleiten gegen England und Norwegen 85776(DIASHOW: Die höchsten deutschen Siege).

"Wir haben unsere Pflicht erfüllt, die Mannschaft hat eine engagierte Leistung gezeigt. Das war ein guter Auftakt für die beiden Qualifikationsspiele", sagte Löw.

Allerdings war der zum Großteil aus Amateuren bestehende Gegner kein echter Prüfstein, zumal der Vize-Europameister mit etwas mehr Konsequenz noch wesentlich höher hätte gewinnen können.

Die Tore vor 43.368 Zuschauern in der ausverkauften WM-Arena erzielten Michael Ballack (4.), Marcell Jansen (8.), Bastian Schweinsteiger (48.) und Lukas Podolski (50.).

Start nach Maß durch Ballack

Dabei hatten die Gastgeber einen Start nach Maß. Zunächst vergaben zwar Mario Gomez, der weiter auf sein erstes Länderspieltor seit März 2008 warten muss, und Jansen.

Doch schon nach vier Minuten war der Bann gebrochen, als Schweinsteiger herrlich auf Ballack zurücklegte und der Kapitän erzielte per Direktabnahme aus 15 Metern das 1:0. Bereits sein 40. Treffer im 91. Länderspiel.

Vier Minuten später erbebte das alt ehrwürdige Zentralstadion erneut: Podolskis Schuss konnte der Liechtensteiner Keeper Peter Jehle nur abklatschen, Jansen setzte den Abpraller ins Netz - sein zweites Tor im DFB-Dress.

Auch danach ging es munter weiter in Richtung Gästetor, allerdings zunächst ohne zählbaren Erfolg. Die Gäste standen in der Defensive geordneter und hemmten den deutschen Kombinationsfluss.

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Zu statisch und wenig kreativ

Da die DFB-Elf zudem zu statisch agierte und wenig Kreativität im Offensivspiel zeigte, blieben auch Torchancen gegen die Liechtensteiner Neun-Mann-Verteidigung Mangelware.

Erst in der Schlussphase des ersten Durchgangs lief es wieder. Zunächst ging Podolskis Schuss nach schöner Hackenvorlage von Mario Gomez knapp knapp vorbei (38.). ´

Zwei Minuten später hatte Jansen Pech, als er nach Ballack-Flanke an die Latte köpfte. Und kurz darauf traf Podolski nach Pass von Philipp Lahm nur das Außennetz.

Die zweite Halbzeit begann dann wie die erste: Die Löw-Elf überrannte das Team aus dem Fürstentum beinahe.

Podolski jetzt gleichauf mit Klaus Fischer

Schon nach drei Minuten staubte Schweinsteiger zum 3:0 ab (48., 18. Länderspieltreffer), kurz darauf traf Podolski aus ähnlicher Position zum 4:0 (50.).

Für den 23-Jährigen war es im 61. Länderspiel bereits das 32. Tor, womit er nun in der ewigen DFB-Bestenliste gleichauf mit Klaus Fischer auf Platz zwölf liegt.

Danach nahm der WM-Dritte analog zur ersten Hälfte wieder etwas Tempo aus der Partie und verpasste so einen durchaus möglichen Kantersieg.

Gomez erneut unglücklich

Frustrierend verlief der Abend dabei einmal mehr für Gomez, der seine Durststrecke in der DFB-Auswahl auf 13 Spiele verlängerte. Der Stuttgarter agierte erneut unglücklich und wurde nach einem 16-Meter-Schuss weit über das Tor sogar ausgepfiffen (68.).

Auch über die Außenbahnen, vor allem rechts, und bei Standards kam aber zum wiederholten Mal zu wenig, doch gegen den Weltranglisten-152. spielte das keine Rolle. Wales wird da ein anderer Gradmesser werden.

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