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Sedar Tasci (r.) hat im Zweikampf gegen Sam Vokes das Nachsehen © getty

Während der Torwart aus Hannover seinen Kasten mit tollen Paraden sauber hält, ist Sedar Tasci der Schwachpunkt im Team.

München - Robert Enke ist sicherlich einer der großen Gewinner des WM-Qualifikationsspieles in Wales.

Nur auf Grund der Verletzung der eigentlichen Nummer eins Rene Adler zwischen die Pfosten gerückt, bewahrte der Schlussmann aus Hannover mehrfach vor einem Gegentor und gab sein Bewerbungsschreiben als Stammtorwart ab.

Ganz anders der Stuttgarter Sedar Tasci, der sich mehrfach Fehler in der Abwehr leistete und seine Mannschaftskollegen in Bedrängnis brachte.

Die eigene gute Leistung zu krönen verpasste Mario Gomez.

Der Stürmer erzwang zwar das Eigentor zum 2:0, rackerte und kämpfte vorbildlich, aber muss weiter auf ein eigenes Tor warten.

Die Nationalmannschaft in der Einzelkritik.

Robert Enke: In der 21. Minute von Robert Earnshaw erstmals geprüft und bei dieser Aktion gleich hellwach. Auch die erste Wales-Chance im zweiten Durchgang parierte Enke glänzend. Der Hannoveraner war in seinem sechsten Länderspiel ein souveräner Rückhalt der deutschen Nationalmannschaft.

Andreas Beck: In seinem dritten Länderspiel mit viel Druck nach vorne, aber glücklos in den Zweikämpfen und bei den Flanken. Der Hoffenheimer hat noch viel Luft nach oben.

Per Mertesacker: Im Abwehrzentrum mit dem ein oder anderen Stellungsfehler. Dafür blieb der Bremer in den Eins-gegen-Eins-Duellen fast immer Sieger.

Serdar Tasci: Zeigte große Mängel in allen Bereichen. Stand mehrfach schlecht bei Kopfballduellen, wie bei der größten Chance für Wales in der ersten Halbzeit durch James Collins. Auch bei der ersten Möglichkeit im zweiten Abschnitt ließ er sich von Earnshaw düpieren. Hat in dieser Form kaum Perspektiven in der DFB-Auswahl.

Philipp Lahm: Der Münchner hatte im Vergleich zum Spiel gegen Liechtenstein wieder mehr Zug zum Tor, verschlief aber in der Defensive das ein oder andere Duell. Lahm kann es viel besser.

Michael Ballack: Der Kapitän stellte bei seinem 25-Meter-Tor wie schon gegen Liechtenstein seine exzellente Schusstechnik unter Beweis. Der England-Legionär zeigte oftmals aber auch Unkonzentriertheiten beim Abspiel und steigerte sich erst gegen Ende der Partie wieder ein wenig.

Thomas Hitzlsperger: Der Stuttgarter bildete in seinem 45. Länderspiel mit Simon Rolfes die Doppel-Sechs und konnte über weite Strecken überzeugen. Der Mittelfeldspieler war um Ordnung bemüht und versuchte sich mit dem einen oder anderen Weitschuss.

Simon Rolfes: Der Jansen-Ersatz stand zumeist neben sich. Der Leverkusener brachte in seinem 19. Länderspiel kaum einen Pass über zehn Meter zum Mitspieler und wurde in der 79. Minute für Heiko Westermann ausgewechselt.

Bastian Schweinsteiger: In der ersten Hälfte mit wenig Szenen. In der zweiten Halbzeit dann besser und mit einigen guten Chancen. Musste kurz vor Schluss verletzt gegen Helmes ausgewechselt werden.

Lukas Podolski: Rückte aus dem Sturmzentrum überraschend ins linke Mittelfeld und zeigte dort zu Beginn eine sehr engagierte Leistung. Auf den künftigen Kölner ist in der Nationalmannschaft Verlass - auch wenn er in der zweiten Halbzeit etwas abfiel.

Mario Gomez: Zunächst erneut ohne Fortune. Dann buchsierte Wales-Verteidiger Ashley Williams aber einen Gomez-Pass von der rechten Außenseite ins eigene Tor. Auch sein Einsatz vor dem Pass war lobenswert. Dennoch ist der VfB-Torjäger seit mehr als einem Jahr, 14 Spielen und 733 Minuten ohne eigenen Treffer im DFB-Trikot.

Piotr Trochowski: Kam in der 72. Minute für Podolski, konnte sich aber in den letzten Minuten des Spiels nicht mehr groß in Szene setzen.

Heiko Westermann: Kam für Rolfes und spielte wie bei seinem Verein Schalke 04 auch in der Nationalmannschaft im Mittelfeld. Er konnte aber bei seinem Kurzeinsatz nicht mehr viel ausrichten.

Patrick Helmes: Der Leverkusener kam zu seinem zwölften Länderspieleinsatz, dabei aber zu keiner Torchance mehr.

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