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Alles wieder gut? Lukas Podolski (l.) hat seinen Fehler öffentlich eingeräumt © getty

Lukas Podolski zeigt sich nach der Ohrfeige für Michael Ballack als reuiger Sünder. Franz Beckenbauer fordert dennoch Konsequenzen.

München - Erst die "freiwillige" Spende, dann der Bußgang:

Nationalspieler Lukas Podolski gibt sich nach der Backpfeife gegen Kapitän Michael Ballack als reuiger Sünder.

Nach der Zahlung von 5000 Euro für eine Fair-play-Aktion des DFB (Podolski öffnet die Portokasse) hat sich der Angreifer von Bayern München nun auch öffentlich bei Ballack für sein Fehlverhalten entschuldigt.

"Ich muss gestehen, dass ich da Mist gebaut habe. Zuerst war mir das alles gar nicht so bewusst, aber ich hätte niemals einem Mitspieler ins Gesicht schlagen dürfen. Ich habe leider ziemlich überreagiert", sagte der 23 Jahre alte Podolski der "Bild"-Zeitung 87934(DIASHOW: Die Bilder des Zoffs).

Mit seiner Entschuldigung und der Spende sei die Angelegenheit aus dem WM-Qualifikationsspiel in Wales (2:0) "abgehakt. Ich habe kein Problem mit Michael Ballack, wir haben uns ausgesprochen" (Löw stutzt "hauenden Lukas" zurecht).

Der frühere Teamchef Franz Beckenbauer forderte den DFB indes auf, nicht gleich zur Tagesordnung überzugehen.

Beckenbauer fordert ein Signal

"Klar ist für mich: Den Schlag von Lukas Podolski kann man nicht so einfach durchgehen lassen. Wenn eine Ohrfeige gegen Michael Ballack straffrei bliebe, wäre das nach innen kaum das richtige Signal", schrieb der "Kaiser" in seiner "Bild"-Kolumne 88031(DIASHOW: Die größten Fußball-Ausraster).

Der DFB hat jedoch kein arbeitsrechtliches Verhältnis mit dem Bayern-Angestellten Podolski, eine weitere Geldstrafe ist deshalb kaum möglich.

Ohnehin hatte Präsident Theo Zwanziger versucht, den Ausraster des Stürmers kleinzureden, und sich erst nach eingehendem Studium der TV-Bilder zu einem Rüffel des "inakzeptablen Verhaltens" aufgerafft. Auch eine Strafe von Weltverband FIFA hat Podolski nicht mehr zu befürchten.

"Ballack muss aufpassen"

Nach Beckenbauers Meinung zeichnet der Vorfall jedoch ein sehr genaues Bild vom Zustand der Nationalmannschaft, zwischenmenschlich brodle es gewaltig, meinte er.

"Offenbar hat sich einiges angestaut, was sich nun entladen hat", sagte er - und fügte an: "Ballack muss aufpassen, wenn jetzt schon ein junger Spieler handgreiflich wird."

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