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MATTHIAS GINTER (ab 90.): Kommt für seinen verletzten Dortmunder Teamkollegen noch zu einem Kurzeinsatz. Ohne Bewertung
Muss Poldi mit juristischen Konsequenzen rechnen? © getty

Podolski wurde wegen der "Ohrfeigen-Affäre" anonym angezeigt. Jetzt soll die Münchener Staatsanwaltschaft den Fall klären.

Köln/München - Nach seiner Ohrfeige gegen Michael Ballack wurde gegen Nationalspieler Lukas Podolski von Meister Bayern München bei der Staatsanwaltschaft Köln Strafanzeige wegen Körperverletzung erstattet.

"Am Montag ist eine anonyme Anzeige hier eingegangen", sagte der Kölner Oberstaatsanwalt Günther Feld dem Sport-Informations-Dienst (SID) und bestätigte einen entsprechenden Bericht der Tageszeitung Express.

Podolski hatte sich im WM-Qualifikationsspiel der deutschen Nationalelf am vergangenen Mittwoch in Cardiff gegen Wales (2:0) zu einer Ohrfeige gegen Kapitän Ballack hinreißen lassen. 87934(DIASHOW: Die Bilder des Zoffs).

In einem persönlichen Gespräch mit Bundestrainer Joachim Jöw, DFB-Sportdirektor Oliver Bierhoff und Ballack nach dem Spiel hatt er sich entschuldigt. "Ich muss gestehen, dass ich da Mist gebaut habe", erklärte der 23-Jährige. ("Ich habe Mist gebaut")

Bisher keine Anzeige

"Wir haben den Vorgang aber an die Staatsanwaltschaft München II, die für das Umland zuständig ist, weitergeleitet. Eigentlich ist so etwas eine Tatortsache. Aber weil das Spiel in Cardiff stattfand, ist es nun eine Wohnortsache", erklärt Feld weiter.

Bei der Staatsanwaltschaft München ist vom Fall Podolski allerdings noch nichts bekannt.

"Wir wissen von nichts", sagte Pressesprecher Anton Winkler dem Sport-Informations-Dienst (SID): "Bei uns ist bislang keine Anzeige aus Köln eingetroffen. Ich bin auch nicht mit dem Sachverhalt vertraut."

Konsequenzen durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) und Bayern München hatte es für Podolski nicht gegeben.

Der 62-fache Nationalspieler entschied sich aber dafür, einer Fair-Play-Aktion des DFB 5.000 Euro zu spenden. (Podolski öffnet die Portokasse)

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