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Joachim Löw ist seit 2006 Bundestrainer © getty

Vor der WM-Generalprobe gegen Armenien bezieht Löw zu neuralgischen Themen. SPORT1 fasst die wichtigsten Aussagen zusammen.

München/Mainz - Joachim Löw hat vor der WM-Generalprobe in Mainz gegen Armenien am Freitag (ab 20.15 Uhr im LIVE-TICKER und auf SPORT1.fm) Stellung bezogen. Der Bundestrainer äußert sich unter anderem über den Gesundheitszustand von Torhüter Manuel Neuer, Spielmacher Mesut Özil, WM-Auftaktgegner Portugal und seine eigene Zukunft.

SPORT1 fasst die wichtigsten Aussagen von Löw zusammen:

Über Manuel Neuer

"Manuel Neuer wird einsatzbereit sein", sagt Löw und seine Stimme klingt, als ob er ein Ausrufezeichen dahinter setzt.

Löw geht fest davon aus, dass Neuer rechtzeitig zu WM-Beginn fit sein wird: "Manuel hat im Training schon viel gemacht. Was er jetzt schon tun kann und auch Doktor Müller-Wohlfahrt sagt, wird es überhaupt keine Probleme geben für das erste Spiel. Wir haben auch überhaupt keine anderen Pläne."

Das gilt aber noch nicht für die Partie am Freitag gegen Armenien. "Wir wollen das Risiko vermeiden, auch wenn es minimal ist", sagt Löw.

Für Neuer wird wie schon gegen Kamerun Roman Weidenfeller im Tor stehen. (NEWS: Beckenbauer zweifelt an Neuer-Genesung)

Über Lahm und Schweinsteiger

"Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger haben mir signalisiert, dass sie keine Probleme mehr haben", sagt Löw und kündigt an: "Sie werden gegen Armenien auf jeden Fall zu Einsatzzeiten kommen." Wie lange Lahm und Schweinsteiger spielen werden, lässt Löw offen.

Über Auftaktgegner Portugal

Löw lobt WM-Auftaktgegner Portugal. (DATENCENTER: Der Spielplan der WM 2014)

"Portugal lebt natürlich von einem Cristiano Ronaldo. Aber wir haben auch die Kenntnis gewonnen, dass Portugal mit vielen Spielern technisch gut bestückt ist und dazu erfahrene Abwehrspieler hat", sagt Löw: "Portugal ist stark, Portugal ist auf Augenhöhe."

Zu den Verletzungsproblemen von Ronaldo sagt er: "Ich kann nicht so richtig einschätzen, ob Ronaldo beim ersten Spiel gegen uns dabei sein wird. Wenn er spielt, wird es wesentlich sein, ihn in den Griff zu bekommen. Aber wir haben auch die Mittel und Wege, ihn zu stoppen."

Über die Stürmerdiskussion

"Ich nehme diese Diskussion nicht als Gepäck mit nach Brasilien. Sonst müssten wir für das Übergewicht bezahlen, so wie die Diskussionen gelaufen sind."

Für Löw ist es überhaupt kein Problem, dass Miroslav Klose als einzige nomineller Angreifer im WM-Kader steht: "Der Spielertyp im Sturm hat sich die letzten Jahre verändert. Wenn man nur darauf wartet, vorne Bälle zu bekommen, hätte man keine Chance mehr. Wir haben genug Leute dabei, die Stürmer spielen können." (888136DIASHOW: Der WM-Kader)

Über Mesut Özil

"Überrascht" sei er über "die Emotionen gegen Mesut", bekennt Löw.

"Es gab das ein oder andere Spiel, was nicht ganz seinem Niveau und Ansprüchen genügt. Aber ich bin sicher, dass Mesut bei der WM seine überragenden Fähigkeiten einsetzen wird."

Über seine eigene Zukunft

Löw weiß, dass "ein Bundestrainer immer auch an Leistungen und Abschneiden bei einem Turnier gemessen" wird.

Soll heißen: "Wenn wir nach der Vorrunde ausscheiden, kann es notwendig sein, dass es Veränderungen gibt. Aber Negativszenarien sind fehl am Platz. Ich bin von der Mannschaft absolut überzeugt. Wenn es los geht, werden wir den WM-Turbo zünden."

Und im Falle des WM-Titels? "Es wäre sicherlich schön, als Weltmeister weiter zu arbeiten."

Alle weiteren Aussagen finden Sie im LIVE-TICKER zum Nachlesen.

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