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Lukas Podolski (l.) und Andre Schürrle sind pünktlich zur WM in Topform © getty

Die beiden England-Legionäre haben sich aus schwierigen Phasen befreit und gute Chancen auf einen Platz in der Startelf.

Vom DFB-Team berichten Thorsten Mesch, Jochen Stutzky und Markus Höhner

Santo Andre - Lukas Podolski gab Vollgas auf dem Jetski, Andre Schürrle schipperte in einem Boot durch die Wellen.

Am Dienstagmorgen hatten die deutschen Nationalspieler ihren Spaß. Der Hauptsponsor hatte zu einer kleinen Tour auf einer eigens dafür bereitgestellten Segelyacht gebeten.

Nach dem Törn fuhren sie auf Jetskis und in Booten zurück zum Campo Bahia.

Podolski und Schürrle konnten die Abwechslung genießen, denn beide sind nach einer schwerigen Saison momentan obenauf.

(Aktuelle Nachrichten aus dem DFB-Quartier, Mi. ab 17 Uhr Uhr bei WM Aktuell im TV auf SPORT1)

Co-Produktionen gegen Kamerun und Armenien

Scharfe Hereingabe von links von Podolski, Tor durch Schürrle: So fielen in den letzten beiden Testspielen vor der WM zwei Tore für die deutsche Nationalelf (901671DIASHOW: Anreise des DFB-Teams).

Beim 2:2 gegen Kamerun und beim 6:1 gegen Armenien gehörten die beiden England-Legionäre zu den besten Spielern des DFB-Teams.

In Brasilien drängen sich beide für einen Platz in der Startelf beim deutschen WM-Auftakt gegen Portugal am 16. Juni auf (DATENCENTER: Der Spielplan der WM 2014).

Podolski bleibt auf dem Boden

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"Vor zwei Wochen wurde ich noch gefragt, ob ich Zweifel hätte, bei der WM dabei zu sein. Und jetzt heißt es, ich bin in der Startelf", wehrte sich Podolski nach seiner Gala mit einem Tor und drei Vorlagen gegen Armenien gegen zu große Erwartungen (904179DIASHOW: Das DFB-Team im Campo Bahia).

Es ist noch gar nicht so lange her, da gingen die Chancen von Podolski und Schürrle auf einen Platz in der Anfangsformation der Nationalmannschaft gegen Null.

Schürrle überwindet Startschwierigkeiten

Podolski wurde beim FC Arsenal oft nur eingewechselt und war lange verletzt, Schürrle saß nach seinem Wechsel von Leverkusen nach London beim FC Chelsea häufig auf der Bank.

Beide steigerten sich aber im Verlauf der Premier-League-Saison, kamen zu mehr Einsätzen. Podolski gewann mit Arsenal sogar den englischen FA-Cup.

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Körperlich in bester Verfassung

"Ich habe in England fast die komplette Rückrunde gut gespielt, habe den Schwung mitgenommen und hatte in den letzten sechs, sieben Monaten keine Verletzung", erklärte Podolski seine Rückkehr zu alter Stärke.

"Im vergangenen Jahr ging es auf und ab", sagte Schürrle am Dienstag im DFB-Quartier in Santo Andre: "Aber es war das, was ich wollte. Ich fühle mich viel besser als vor einem Jahr, und ich habe mich körperlich sehr gut entwickelt."

[kaltura id="0_4p8l6pyg" class="full_size" title="Schürrle auf der DFB-PK"]

Reus' WM-Aus erhöht Chance auf die Startelf

Dennoch hatten beide im DFB-Team keinen leichten Stand. Denn auf der linken Seite von Podolski war Marco Reus gesetzt, Schürrle hat in Thomas Müller und Miroslav Klose namhafte Konkurrenten um einen Platz in der Offensive.

Nachdem Reus wegen seiner Sprunggelenksverletzung in Deutschland bleiben musste, sind Podolskis und Schürrles Einsatzchancen gestiegen. Kampfansagen hört man von ihnen aber nicht.

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Keine Kampfansagen

"Ansprüche werde ich keine stellen. Hier geht es ums Ganze und darum, sich hinten anzustellen", betont Schürrle vor seiner ersten WM. Wissend, dass ihm mit 23 Jahren die Zukunft gehört.

Podolski gibt sich vor seiner dritten WM-Teilnahme bescheiden: "Ich versuche Gas zu geben und bereit zu sein. Der Bundestrainer stellt die Mannschaft auf. Er ist der Chef", sagt der 29-Jährige.

Gegenüber Schürrle hat er jedoch die Nase vorn. Und das nicht nur wegen der unglaublichen Kraft, die er seit Wochen ausstrahlt.

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Löw weiß, was er an Podolski hat

Joachim Löw weiß, was er an Podolski hat.

Der ehemalige Kölner ist mit seiner positiven Art wichtig für die Stimmung im Team und kann in seiner aktuellen Verfassung ein nicht unbedeutender Faktor für den Erfolg bei der WM sein.

Er stellt sich voll in den Dienst der Mannschaft und seine eigenen Interessen hinten an.

"Wenn ich von der Bank komme, ist das für mich kein Problem. Ich will ein Teil dieser Mannschaft sein und ein gutes Turnier spielen, egal wie", betont er: "Wir haben alle ein großes Ziel, und dafür gilt es, die ganze Power in die Mannschaft zu bringen."

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