Thomas Müller hält dem FC Bayern die Treue. Im DFB-Team hat er bereits den Stellenwert, den er sich in München wünscht.

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Vom DFB-Team berichten Thorsten Mesch, Jochen Stutzky und Markus Höhner

Santo Andre - Thomas Müller hatte seit der Ankunft in Brasilien viel Spaß.

Er tanzte mit Indianern, er fuhr auf einer Segelyacht, er spielte mit Philipp Lahm, Manuel Neuer und Mats Hummels Schafkopf. Und er alberte im Training mit seinen Teamkollegen herum (904179DIASHOW: Das DFB-Team im Campo Bahia).

Fast könnte man vergessen, dass sich der 24-Jährige mit der Nationalmannschaft auf die WM vorbereitet (Aktuelle Nachrichten aus dem DFB-Quartier, Mi. ab 17 Uhr Uhr bei WM Aktuell im TV auf SPORT1).

Vertragsverlängerung bis 2019

Bevor es am Montag (ab 17.30 Uhr im LIVE-TICKER) mit dem ersten Spiel gegen Portugal losgeht, hat der Torschützenkönig der WM in Südafrika aber noch schnell und medienträchtig seine Zukunft geordnet (DATENCENTER: Der Spielplan der WM 2014).

Müller verlängerte seinen Vertrag beim FC Bayern bis 2019 (News) und postete auf Twitter und Facebook ein Foto, auf dem er seine fünf Finger für die nächsten fünf Jahre in die Kamera hält.

"Hier ist meine Heimat. Hier ist mein Verein", schrieb der Münchner.

"Es gab sehr gute Gespräche mit den Bayern-Verantwortlichen, die mir verdeutlicht haben, dass ich hier am richtigen Ort bin", sagte Müller: "Ich habe das Gefühl, ein wichtiger Bestandteil der Planungen zu sein."

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Nicht immer zufrieden unter Guardiola

Zuletzt war er mit seinem Stellenwert bei Trainer Pep Guardiola nicht immer glücklich, da er im Gegensatz zur DFB-Auswahl in seinem Klub nicht in allen Schlüsselspielen zur Startelf zählte.

"Ich bin nicht mehr der Typ, der sagt: Gut, jetzt habe ich hier und da eine gute Rolle gespielt, trotzdem halte ich meine Klappe und jeder kann mit mir machen, was er will", sagte er vor einiger Zeit.

Schnell waren Transfergerüchte angeheizt, der FC Barcelona und Manchester United galten als erste Interessenten.

Tragende Rolle bei Löw

Mit seiner Unterschrift unter den neuen Fünfjahres-Vertrag hat Müller die Spekulationen beendet.

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Sein Fokus liegt voll auf der WM und dem ersten Spiel gegen Portugal.

Bei Joachim Löw spielt der Oberbayer die tragende Rolle, die er sich auch in München wünscht.

Müller ist wichtig für die Stimmung in der Mannschaft und einer der wichtigsten Spieler in Löws Planungen.

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"Spaßvogel, aber unheimlich ehrgeizig"

"Müller tut jeder Mannschaft gut", sagte Löws Co-Trainer Hansi Flick am Montag. "Er ist ein Spaßvogel, aber unheimlich ehrgeizig", meinte Teammanager Oliver Bierhoff.

Und Müller ist für den Auftakt am Montag gesetzt.

Die Frage ist nur: Auf welcher Position?

Sturmzentrum oder rechter Flügel?

Im Sturmzentrum hat Löw als Alternative zum klassischen Stürmer Miroslav Klose bisher verschiedene Kandidaten getestet. Müller hat den besten Eindruck hinterlassen (Bericht: So plant Löw bis zum WM-Start).

Er schlängelt sich durch die gegnerischen Abwehrreihen, ist immer anspielbar, legt im richtigen Augenblick für den Mitspieler auf oder sucht selbst den Abschluss.

Diese Stärken kann er aber auch auf seiner eigentlichen Stammposition auf der rechten Seite ausspielen.

Die SPORT1-Start11: Stellen Sie Ihr Team für Portugal auf!

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Matthäus sieht ihn rechts gefährlicher

"Für mich ist Thomas Müller auf der rechten Seite sogar noch gefährlicher als im Sturmzentrum", sagte Lothar Matthäus in der "Sport Bild".

"Wenn ein Deutscher Torschützenkönig werden kann, dann erneut Müller", erklärte der Rekord-Nationalspieler und Weltmeister-Kapitän von 1990.

Bei der WM 2010 war Müller einer der Shootingstars und wurde mit fünf Treffern Torschützenkönig.

Torschützenkönig im Hinterkopf

"Für mich persönlich geht es bei der WM unterbewusst darum, den Titel zu verteidigen", meinte Müller zuletzt im Trainingslager in Südtirol, "aber ich weiß auch mit genügend Selbsteinschätzung, dass das nicht unbedingt sehr realistisch ist, weil bei der WM durchaus ein paar grandiose Torjäger am Start sind".

Matthäus glaubt an Müller. "Sollte Messi wieder seine Form finden, ist er ebenfalls ein Kandidat. Auch der Brasilianer Fred hat beim Confed Cup gezeigt, dass mit ihm zu rechnen sein wird. Dieses Trio sehe ich um die WM-Torjägerkrone ballern."

Verstecken muss sich Müller auch hinter Superstar Cristiano Ronaldo nicht.

Jubiläumsspiel gegen Portugal

Im Gegensatz zu Portugals muskelbepackter Tormaschine ist er eher schmächtig. Der Weltstar von Real Madrid wirkt unnahbar, Müller ist bodenständig.

In 49 Spielen im DFB-Trikot hat er bisher 17 Treffer erzielt. Bei seinem Jubiläumsspiel gegen Portugal würde er sein Konto gern erhöhen.

"Ich werde mein bestes geben und vielleicht kann ich ja der Mannschaft mit dem ein oder anderen Törchen helfen", sagt er. Und grinst verschmitzt.

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