Der Bundestrainer gibt erste Hinweise auf die Elf gegen Portugal und spricht über eine Geheimwaffe. Die wichtigsten Aussagen.

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Von Mathias Frohnapfel und Thorsten Mesch

München/Campo Bahia - Vier Tage vor dem WM-Auftaktspiel gegen Portugal stellte sich Bundestrainer Joachim Löw am Donnerstag den Medien im deutschen WM-Camp.

Dabei gab sich Löw gut gelaunt und durchaus selbstbewusst mit Blick auf den nahen Turnierauftakt für das deutsche Team am Montag.

(Die komplette Pressekonferenz im Mitschnitt).

SPORT1 fasst die wichtigsten Aussagen von der Pressekonferenz zusammen:

Lahm im Mittelfeld

Kapitän Philipp Lahm agierte beim 6:1 im letzten Testspiel gegen Armenien im defensiven Mittelfeld. "Das wird wohl auch die Lösung für Montag sein", sagte der Bundestrainer. Ein wichtiger Hinweis für das Aufstellungspuzzle gegen Portugal.

Könnten Bastian Schweinsteiger und Philipp Lahm zusammen agieren, wurde Löw ergänzend noch von einem Reporter gefragt.

"Selbstverständlich kann ich mir das vorstellen. Die Frage können sie sich selber beantworten. Die spielen ja schon zehn Jahre im Verein und der Nationalmannschaft zusammen", betonte der Trainer. (SHOP: Jetzt DFB-Fanartikel kaufen)

Spezialkräfte für den Sieg

Bundestrainer Joachim Löw war sichtlich guter Stimmung, er nannte auf SPORT1-Nachfrage auch den Grund. Die Spieler erscheinen ihm gierig, die Intensität im Training sei hoch.

Und Löw ließ auch durchblicken, wie er plant, enge Spiele für Deutschland zu entscheiden.

Dabei hob der Chefstratege den Wert der Ersatzspieler heraus. "Im Zweifelsfall machen die den Unterschied aus. Wir haben eine erste 14", betonte der Bundestrainer, der von "Spezialkräften" sprach.

Eine solche Spezialkraft könnte Lukas Podolski sein, auch wenn ihn Löw nicht explizit nannte. Der Arsenal-Profi brachte sowohl gegen Kamerun als auch gegen Armenien jede Menge frischen Wind.

? Rückenwind für Özil

Löw schützte den zuletzt arg kritisierten Arsenal-Profi Mesut Özil. "Mesut Özil hat gegen Armenien in der zweiten Halbzeit gezeigt, was in ihm steckt. Er macht täglich Fortschritte und einen frischen, wachen Eindruck", sagte der 54-Jährige.

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Fokus auf Ronaldo

"Wenn er im Tempo mit dem Ball am Fuß ist, dann kann man ihn nur schwer ausschalten", sagte Löw zu Portugals Superstar.

Und er erläuterte auch warum: "Ronaldo macht mit die besten Laufwege, die es gibt. Man darf ihn nicht aus den Augen lassen. Der Spieler, der gegen ihn spielt, muss immer schauen, wohin Ronaldo läuft."

Gegen Ronaldo wird Löw wohl Jerome Boateng vom FC Bayern aufbieten.

(DATENCENTER: Der Spielplan der WM 2014)

Vier etatmäßige Innenverteidiger gegen Portugal?

Vermutlich spielt Löw gegen Portugal mit vier etatmäßigen Innenverteidigern.

"Alle sind groß und haben die Verantwortung, das Zentrum zuzumachen. Sie sind gewohnt, Zweikämpfe zu bestreiten. Aber die Außenspieler sind auch je nach Situation gefordert, mit nach vorne zu gehen", sagte der Bundestrainer zum Thema Viererkette.

(PEPSI START 11: Hier die Nationalelf selbst aufstellen)

Löw kann Proteste nachvollziehen

Der Bundestrainer äußert sich auf Nachfrage allgemein zu den Protesten in Brasilien, für ihn ist dabei wichtig, dass sie friedlich ablaufen.

Die Anliegen, vor allem die Forderungen nach einer besseren Bildung und Infrastruktur, kann Löw nachvollziehen.

Zu den aktuellen Ausschreitungen in Sao Paulo bemerkte Löw aber: "Ich kann dazu nichts sagen. Ich habe nichts gesehen." (NEWS: Polizei zerschlägt Proteste)

Alle weiteren Aussagen finden Sie im LIVE-TICKER zum Nachlesen.

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