Entwarnung bei Schweinsteiger, Vorfreude auf Portugal: Joachim Löw und Manuel Neuer sprühen vor dem WM-Auftakt vor Optimismus.

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Von Jonas Nohe, Thorsten Mesch und Jochen Stutzky

München/Salvador - Nüchtern betrachtet beginnt die WM in Brasilien für das DFB-Team erst am Montag.

Für Bundestrainer Joachim Löw ist zumindest der "emotionale Startschuss" aber bereits einen Tag vor dem Auftaktspiel gegen Portugal (Mo., ab 17.30 im LIVE-TICKER) gefallen.

Dabei hatte der Sonntag zunächst mit einer Hiobsbotschaft begonnen, Bastian Schweinsteigers Helikopterflug in eine Klinik sorgte für Unruhe bei den deutschen Fans.

Auf der offiziellen Pressekonferenz im Stadion von Salvador gaben Teamkollege Manuel Neuer und Löw aber direkt Entwarnung.

Und machten vor dem Abschlusstraining mit offen zur Schau gestelltem Optimismus Hoffnung auf einen erfolgreichen WM-Start.

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SPORT1 fasst die wichtigsten Aussagen der Pressekonferenz zusammen:

Bereit für die WM

"Ich denke, dass wir gut in das Turnier starten werden. Im Training haben alle Spieler einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Alle sind 100-prozentig fit, voll fokussiert auf Portugal und freuen sich, dass es endlich los geht", erklärte Löw.

Der Bundestrainer betonte auch, "dass die Spannung und das Kribbeln steigen. Die WM-Anspannung ist da. Mit der Ankunft in Salvador hat auch für uns die WM begonnen."

In den vergangenen Wochen sei vor allem der Zusammenhalt in der Mannschaft gewachsen.

"Wir haben in Südtirol und auch in Brasilien einen guten Teamgeist entwickelt. Die Mannschaft weiß, dass sie hier nur mit 23 Spielern den Titel gewinnen kann", sagte Löw über die Stimmung im Team.

Neuer stimmte seinem Trainer zu: "Wir sind eine Turniermannschaft und wissen, dass es nur zusammen geht. Wenn wir die richtige Tagesform haben, können wir eine gefährliche Mannschaft sein."

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Entwarnung bei Schweinsteiger

Schweinsteigers Klinikaufenthalt hatte offenbar rein formelle Gründe.

"Die ersten Kernspinuntersuchungen waren nach unserem Trainingslager in Südtirol. Die FIFA hat verlangt, dass er vor diesem Turnier aus versicherungstechnischen Gründen noch eine Untersuchung macht. Jetzt ist es gemacht worden", erklärte Löw beinahe beiläufig.

Schweinsteigers Probleme mit dem Knie seien völlig ausgestanden.

Auch Neuer war von der Untersuchung nicht überrascht: "Man will die Kontrolle über seinen Gesundheitszustand. Das haben Philipp Lahm und ich auch gemacht. Das ist etwas ganz Normales."

Klimaverhältnisse kein Problem

"Ich glaube, dass es kaum Unterschiede von unserem Camp hier zu Salvador gibt. Am Ende muss man es selber erleben und spüren", erklärte Löw zu den Wetterverhältnissen am ersten Spielort.

Es sei feucht und warm, auch die Anstoßzeit um 13 Uhr Ortszeit müsse man berücksichtigen.

"Es ist aber für uns kein Thema mehr. Wir wollten nicht darüber lamentieren. Ich denke, dass wir auf diese Wetterbedingungen gut vorbereitet sind", betonte der Bundestrainer.

Löw über die Mittelfeld-Besetzung

Nach dem Ausfall von Marco Reus gelten Andre Schürrle und Lukas Podolski als heiße Anwärter auf einen Stammplatz im offensiven Mittelfeld. Schürrle oder Podolski - oder beide? Löw wollte sich noch nicht festlegen

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"Andre Schürrle hat man angemerkt, dass er die Saison in England einen Schritt nach vorne gemacht hat. Lukas Podolski sprüht vor Energie. Wir haben gute Möglichkeiten", betonte der Bundestrainer.

Nach eigener Aussage spielt die Startformation für Löw ohnehin nur eine nebensächliche Rolle: "Wir werden eine erste 14 brauchen. Es gibt in jedem Spiel eine zweite Phase, in der man noch einmal nachlegen muss."

Neuer zum Erwartungsdruck

"Wir sind nicht die Einzigen, die unbedingt den Titel gewinnen möchten", sagte Neuer zur Erwartungshaltung in Deutschland, gab aber auch zu:

"Es ist so, dass von Turnier zu Turnier die Erwartungen größer werden und der Druck steigt."

Den Keeper des FC Bayern scheint das aber eher zusätzlich anzuspornen.

"Für mich ist es so, dass ich das brauche. Ich mag die großen Turniere. Wir dürfen das nicht als etwas Negatives sehen, sondern müssen den Erwartungsdruck versuchen mitzunehmen und in positive Energie umzuwandeln."

Keine Spionage-Angriffe aufs DFB-Team

Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps hatte zuletzt von einer Drohne berichtet, die beim Mannschaftstraining der Equipe Tricolore über dem Platz gekreist habe.

Löw konnte nicht von ähnlichen Angriffen aufs DFB-Training berichten, stellte aber ohnehin die Sinnhaftigkeit solcher Aktionen in Frage.

"Ich glaube nicht, dass man gewisse Strategien mit einem Mal durchschauen kann", sagte Löw.

Alle weiteren Aussagen von der PK finden Sie im LIVE-TICKER zum Nachlesen.

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