DFB-Präsident Niersbach vermeidet es, im Streit mit seinem grantelnden Vorgänger Zwanziger nachzulegen. Und das ist auch gut so.

Freuen Sie sich auch schon auf den Samstagabend?

Alles spricht für den nächsten perfekten Grillabend, wenn die deutsche Mannschaft ihr zweites WM-Spiel gegen Ghana bestreitet.

Die Nationalelf hat mächtig Spaß gemacht bei der 4:0-Gala gegen Portugal.

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Vor allem dank Jogi Löw, der das Team auf den Punkt in WM-Form gebracht hat.

Nun kann man froh sein, dass die DFB-Spitze den Vertrag mit dem Bundestrainer schon vor Monaten bis 2016 verlängert hat.

Damit es keine unnötige Nebenkriegsschauplätze gibt wie bei der WM 2010, als es permanent um Löws unklare Zukunft ging.

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach hat das wesentlich besser gemacht als sein Vorgänger Theo Zwanziger vor dem Turnier in Südafrika.

Auch sonst kommt Niersbachs Amtsführung bei großen Teilen von Fans, Funktionären und Fußballern gut an.

Vielleicht ist das ein Grund für die völlig unnötigen Attacken von Zwanziger zur Unzeit - übrigens nicht zum ersten Mal.

Der Ex-Verbandsboss hat mit seinem Kleinkrieg gegen Niersbach kurz vor dem ersten WM-Spiel die Unruhe rund um die deutsche Mannschaft billigend in Kauf genommen.

Glücklicherweise haben sich Jogis Jungs davon nicht beeinflussen lassen - fahrlässig war es gleichwohl.

Zwanziger sollte seine offensichtlichen Probleme mit dem Nachfolger lieber auf direktem Weg klären. Stattdessen verweigert er seit seinem Rücktritt jegliche Zusammenarbeit.

Dabei hätte er seine Bedenken auf dem letzten DFB-Bundestag im Oktober offen vorbringen können - doch Zwanziger blieb zu Hause, und der bei Amateuren und Profis unumstrittene Niersbach wurde einstimmig als Präsident wiedergewählt.

Unbestritten macht auch der einstige Generalsekretär nicht alles richtig, angefangen von seinem im Vergleich zu Zwanziger geringerem Engagement in gesellschaftspolitischen Fragen wie in der unnötigen Geheimniskrämerei um seine durchaus zu rechtfertigende Aufwandsentschädigung.

Doch die WM ist der falsche Zeitpunkt, um solche Streitpunkte öffentlich auszutragen.

Zumindest Niersbach weiß das und hat nach dem Sieg gegen Portugal kein neues Öl ins Feuer gegossen.

Und das ist auch gut so.

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