Co-Trainer Hansi Flick gibt Entwarnung bei Jerome Boateng. Für den verletzten Mats Hummels wird es eng. Die Aussagen der PK.

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Von Marcel Guboff und Thorsten Mesch

München/Campo Bahia - Es war die erste DFB-Pressekonferenz nach der 4:0-Gala gegen Portugal.

Sowohl Co-Trainer Hansi Flick als auch Mittelfeldmotor Toni Kroos mahnen, nicht zu sehr in Euphorie zu verfallen.

SPORT1 hat die wichtigsten Aussagen von der Pressekonferenz zusammengefasst:

Daumen wird geschient

Jerome Boateng musste die Partie gegen Portugal wegen einer Daumenverletzung mit einer Schiene zu Ende spielen. Sein Mitwirken am Samstag gegen Ghana sieht Flick aber nicht gefährdet. Boateng trainiere wieder mit der Mannschaft, sagte der Co-Trainer und gab Entwarnung.

Auch die Schiene könne seinen Einsatz nicht verhindern. "Wir haben Spezialisten, die in der Lage sind, den Daumen so zuzuschienen, dass der Schiedsrichter sein okay gibt", sagte Flick.

Bei Hummels, der gegen Portugal eine Prellung im rechten Oberschenkel mit Einblutung in die Muskulatur erlitten hat, gibt es dagegen noch ein kleines Fragezeichen.

Hummels fraglich

Der Innenverteidiger trainiere individuell, werde den ganzen Tag behandelt, erklärte Flick. Er fügte hinzu: "Wir sind guter Dinge ? auch wenn es knapp werden kann für das Spiel am Samstag."

Später twitterte Hummels selbst: "Die Verletzung könnte mich zwar das Ghana-Spiel kosten, aber wir kämpfen darum, dass es klappt."

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Sollte es tatsächlich nicht für einen Hummels-Einsatz gegen Ghana reichen, gebe es andere Optionen. Eine sehe so aus, dass Boateng wieder in die Innenverteidigung rückt und Shkodran Mustafi auf der rechten Außenverteidiger-Position beginnt. "Das ist sicher eine mögliche Alternative", sagte Flick.

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Lahm bleibt auf der Sechs

Trotz des möglichen Ausfalls von Hummels werden Bundestrainer Joachim Löw und Flick ihren Kapitän Philipp Lahm weiter als "Sechser" im zentralen defensiven Mittelfeld einsetzen.

Keine der möglichen Alternativen sehe vor, "dass Philipp auf der rechten Außenverterteidigerposition spielt", betonte der Co-Trainer.

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Leistung über sieben Spiele

Dass die guten Leistungen gegen Portugal neue Euphorie entfacht hat, ist dem DFB-Tross im Campo Bahia nicht entgangen.

Doch sowhl Flick als auch Kroos warnen vor schneller Selbstzufriedenheit. "Wir sind alle mit dem Ziel hier, Weltmeister zu werden", sagte Kroos: "Da brauchen wir diese Leistung wenn möglich über sieben Spiele."

Es sei zwar wichtig für das Selbstvertrauenm, souverän ins Turnier gestartet zu sein. "Aber jetzt geht es in das zweite Spiel, da interessiert das erste auch nicht mehr", erklärte Kroos weiter.

Flick stellte zudem klar, dass es immer Verbesserungsansätze gibt: "Es sind Details, aber das werden wir intern besprechen."

Kroos-Rolle im DFB-Team

Neben dem dreifachen Torschützen Thomas Müller gehörte auch Toni Kroos gegen Portugal zu den Gewinnern. Der Bayern-Star überzeugte mit präzisen Pässen und einer sauberen Spieleröffnung.

Ob defensiver oder offensiver Part im Mittelfeld, sei ihm egal, versicherte Kroos: "Ich versuche, hinten zu helfen, aber auch etwas weiter vorne aufzutauchen, um zum Abschluss zu kommen."

Flick ist derweil von Kroos' Qualitäten überzeugt. "Toni ist ein Spieler, der sehr ballsicher ist, der das Spiel öffnen kann", beschreibt Flick auf SPORT1-Nachfrage.

Respekt vor Ghana

Mit großem Respekt schaut der DFB-Tross auf den kommenden Gegner Ghana.

Flick erwarte ein robustes Team und "die wohl stärkste Mannschaft Afrikas", so Löws Assistenztrainer.

Zudem erwarte Flick "ein ganz anderes Spiel" als gegen die Portugiesen. "Die Gegner spielen defensiver gegen uns und lassen weniger Freiräume zu. Die müssen wir dann erkennen und nutzen", erläuterte er die Anforderungen ans DFB-Team.

Konkret bedeute dies: "Die Abwehrreihe muss relativ hoch stehen, damit wir dem Gegner keine Chance zum Konterspiel geben. Wenn man sieht, wie wir in der zweiten Halbzeit Ball und Gegner versucht haben laufen zu lassen, das war schon toll."

Alle weiteren Aussagen finden Sie im LIVE-TICKER zum Nachlesen.

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