Joachim Löw rechnet gegen Ghana mit einem kämpferischen Gegner und warnt vor der Stolpergefahr. Ein Spieler macht weiter Sorgen.

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Von Holger Luhmann und Thorsten Mesch

München/Fortaleza - Joachim Löw erwartet im zweiten WM-Spiel in Brasilien gegen Ghana (Sa., ab 20.30 Uhr im LIVE-TICKER) einen hochmotivierten Gegner. "Sie werden kämpfen bis aufs Blut", sagte der Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft auf der Pressekonferenz im Stadion von Fortaleza.

Trotzdem will das DFB-Team durch den zweiten Sieg "in der Gruppe davon ziehen" und ein "Endspiel gegen die USA vermeiden".

Das Mitwirken von Innenverteidiger Mats Hummels, der zum Auftakt beim 4:0 gegen Portugal verletzt ausgewechselt werden musste, ist nach Aussage von Löw weiterhin offen.

SPORT1 fasst die fünf wichtigsten Aussagen von Löw zusammen:

Löw zur Stolpergefahr:

Psychologisch gesehen ist die Herausforderung genauso groß wie nach einer Auftaktniederlage. Wir haben es ja schon erlebt, dass wir nach einem Auftaktsieg verloren haben. Wir wissen um die Gefahr. Heute hat Italien verloren, Niederlande wäre auch bald gestrauchelt. Aber wir können davon ziehen, das ist unser Ziel. Wer nachlässt, der verliert bei diesem Turnier.

Löw zu Thomas Müller:

Er ist spielerisch und sportlich wahnsinnig wichtig. Er ist ein Spieler, der unberechenbar und immer für Tore gut ist ? wie man gegen Portugal gesehen hat. Auch seine soziale Kompetenz, sein Verhalten innerhalb der Mannschaft, ist für uns sehr wichtig, weil er ein positiver Typ ist. Er kommuniziert mit allen und spricht über den Tisch hinweg. Er ist einer, der alle integriert. Und mit seiner Fröhlichkeit und Spontaneität ansteckt. (SHOP: Jetzt DFB-Fanartikel kaufen)

Löw zu Ghana:

Ich erwarte ein Spiel das von Ghanas Situation geprägt ist. Für sie ist es ein Finale. Sie werden kämpfen bis aufs Blut. Ghanas Spieler sind körperlich stark. Sie sind auch bei solchen Bedingungen in der Lage, 90 Minuten zu marschieren. Bei einem offenen Schlagabtausch wird es sehr schwierig für uns. Deshalb müssen wir als Einheit auftreten, zusammen verteidigen und bei Ballgewinn blitzartig umschalten.

Löw zuu Kevin-Prince Boateng:

Dass Jerome und Kevin-Prince als Brüder persönlich aufeinandertreffen, ist bei uns in der Mannschaft kein Thema. Natürlich kennen wir die Stärken von Kevin-Prince. Zum Auftakt stand er bei Ghana ja nicht in der Startelf. Ich erwarte, dass er gegen uns von Beginn an spielt.

Löw zu Mats Hummels:

Er hat gestern eine Laufeinheit absolviert. Aber er hat bislang noch keine Zweikämpfe bestritten oder Sprints gemacht. Man muss sagen, dass er noch nicht zu 100 Prozent belasten kann. Klar würde ich ungern die Abwehr umgestalten. Sollte Mats ausfallen gibt es zwei Alternativen: Jerome Boateng in die Innenverteidigung zu ziehen, oder dort mit Mustafi oder Ginter zu spielen. (PEPSI START 11: Hier die Nationalelf selbst aufstellen)

Alle weiteren Aussagen finden Sie im LIVE-TICKER zum Nachlesen.

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