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21. JUNI: Gegen Ghana will die deutsche Elf im zweiten Gruppenspiel den Achtelfinaleinzug klar machen. Nach zähem Beginn köpft Mario Götze den Ball ans eigene Knie und von dort ins Tor
Mario Götze (2. v. r.) erzielte gegen Ghana sein erstes WM-Tor © getty

Nach dem 2:2 des DFB-Teams gegen Ghana spricht Löw von einem "irren Schlagabtausch". Götze beruhigt: "Wir schlagen die USA".

Fortaleza - Deutschland verpasst beim 2:2 gegen Ghana einen großen Schritt Richtung Achtelfinale (Bericht).

Stattdessen wird das letzte Gruppenspiel gegen die von Jürgen Klinsmann trainierten USA am Donnerstag zum Endspiel.

Nach der 1:0-Führung durch Mario Götze fällt das DFB-Team in einen Tiefschlaf - und wird innerhalb von neun Minuten bestraft.

Dann kommt Miroslav Klose. In der 69. wird er eingewechselt, zwei Minuten später ist er zum 2:2 zur Stelle. Mit seinem 15. WM-Tor zieht er mit Rekordhalter Ronaldo gleich (910108DIASHOW: Die Bilder des Spiels).

Bundestrainer Joachim Löw spricht von einem "offenen Schlagabtausch" mit "irrsinnigem Tempo".

Götze beruhigt alle besorgten Fans: "Gegen die USA holen wir drei Punkte." (DATENCENTER: Der Spielplan der WM 2014)

SPORT1 hat die Stimmen zum Spiel aus der "ARD" zusammengefasst.

Joachim Löw: Die Spieler haben sich völlig verausgabt und sind unheimlich erschöpft. Die zweite Halbzeit war ein offener Schlagabtausch, mit einem irrsinnigem Tempo unter diesen Bedingungen. Aus dem Nichts haben wir zwei Gegentore kassiert. Dann hat die Mannschaft gute Moral gezeigt. Jerome Boateng hat einen Schlag auf die Hüfte bekommen, das Gelenk ist blockiert und der Muskel hat sich verhärtet. Thomas Müller hat einen Cut an der Augenbraue. Wir wollen das letzte Spiel gegen die USA gewinnen und Gruppensieger werden.

Philipp Lahm: Es waren anstrengende 90 Minuten. Wir waren nicht so aggressiv von Anfang an. Wir haben die Räume etwas zu groß gemacht, dann bekommt man gegen so eine Mannschaft natürlich Probleme. Das Wetter darf keine Ausrede sein. Ich denke trotzdem, dass wir über 90 Minuten die besseren Torchancen hatten. Insgesamt können wir nicht zufrieden sein.

Miroslav Klose: Wenn man reinkommt bei so einem Spielstand, will man das Spiel natürlich biegen. Wenn eine Mannschaft wie Ghana in Schwung kommt, dann spielen sie Hacke, Spitze, eins zwei drei. Dann wird es schwer. Eigentlich hatten wir Ghana im Griff und sind auch in Führung gegangen. Ich habe immer gesagt: Egal in welcher Form werde ich der Mannschaft versuchen, zu helfen. In 20 Spielen 15 Kisten - das ist schon nicht schlecht. SHOP: Jetzt Deutschland-Fanartikel kaufen

Sami Khedira: Wir haben taktisch nicht das abgerufen, was wir wollten und im ersten Spiel gezeigt haben. Positiv ist, dass wir uns nach dem Rückstand zurückgekämpft haben. Das Remis ist in Ordnung. Wir haben wenige Lösungen gefunden. Aber wir haben immer noch alles selbst in der Hand.

Mario Götze: Es war etwas glücklich, dass der Ball bei meinem Tor noch reingegangen ist. Mit dem Punkt können wir nicht unbedingt gut leben. Aber nun bereiten wir uns vernünftig vor, dann holen wir die drei Punkte. Wir schlagen die USA. WM-Tippspiel: Mitmachen und 100.000 Euro gewinnen!

Manuel Neuer: Ich habe in der ersten Halbzeit schon gemerkt: Wir haben unseren Rhythmus bei eigenem Ballbesitz nicht geändert. Gegen eine solche Mannschaft, die taktisch nicht die beste ist, kann man Probleme verursachen, wenn man den Ball schnell laufen lässt. Wir haben Ghana ins Spiel zurückgebracht durch die Tore, die wir mit eigenen Fehlern geschenkt haben. Das darf bei einer Weltmeisterschaft nicht passieren. Jetzt wissen wir, dass wir mit beiden Beinen auf den Boden gehören.

Mats Hummels: Wir haben Ghana mit zu vielen Ballverlusten in ihre Karten gespielt. Im Endeffekt muss man mit dem Unentschieden zufrieden sein. Das erste Spiel war nicht so perfekt, wie es gemacht wurde. Wir haben nach der Führung zu viel Platz gelassen und den Vorteil binnen zwei Minuten hergegeben. Wir müssen die Ballverluste minimieren. Ich habe das Gefühl, dass alles andere weh tut, aber der Oberschenkel geht.

Shkodran Mustafi: Beim 1:1 kommt der ghanaische Spieler frei zur Flanke. Ich sehe den Ball nicht richtig. Dadurch komme ich zu spät ins Kopfballduell.

Wolfgang Niersbach (DFB-Präsident): Da muss man ein paar Mal durchatmen, um so ein intensives Spiel zu verkraften. Das drohte zu kippen beim 1:2. Gut, dass Miro geantwortet hat.

Kevin-Prince Boateng (Ghana): Wir hatten uns vorgenommen, zu gewinnen. Aber ich denke, wir können glücklich sein. Es ging hin und her, es war ein überragendes Spiel.

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