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Joachim Löw (l.) ist seit 2006 Bundestrainer. ZUM DURCHKLICKEN: Die Tops und Flops der Vorrunde © getty

Joachim Löw verbietet vor dem Achtelfinale Nachlässigkeiten. Wolfgang Niersbach erinnert sich an Gijon. Die Aussagen der DFB-PK.

Von Patrick Mayer und Thorsten Mesch

München/Santo Andre - Zweimal traf Deutschland bisher auf Algerien. Zweimal gewannen die Nordafrikaner.

Vor dem Achtelfinale der deutschen Nationalmannschaft gegen Algerien (Mo., ab 21.30 Uhr im LIVE-TICKER) ist nicht nur diese Bilanz Grund genug für Bundestrainer Joachim Löw, seine Spieler eindringlich vor dem Gegner zu warnen.

Auf der abschließenden Pressekonferenz vor der Abreise nach Porto Alegre (DATENCENTER: Der WM-Spielplan) lobte Löw die "große, große Qualität der Algerier und erklärte deren Stärke.

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach erinnerte sich an die sogenannte Schande von Gijon. Von etwaigen Racheglüsten der Algerier möchte er nichts wissen.

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SPORT1 fasst die fünf wichtigsten Aussagen der Pressekonferenz von Löw und Niersbach zusammen:

Löw über Algerien:

"Man hat das Gefühl in der Öffentlichkeit, Algerien sei die große Unbekannte. Wenn man den Fokus schon auf die nächste Runde richtet, macht man einen riesengroßen Fehler (SERVICE: Der WM-Rechner). Anspannung ist das Gebot der Stunde, jede Nachlässigkeit wird bestraft. Ich habe mich gestern eine Stunde mit Algerien beschäftigt. Wir treffen auf eine extrem laufstarke und aggressive Mannschaft. Ich habe das selten gesehen, dass ein Gegner so vehement verteidigen kann. So gesehen kommt eine starke Mannschaft auf uns zu. Ein ganz schwer zu spielender Gegner mit einer großen, großen Qualität. Wir haben gesehen, dass Algerien nicht nur einen wichtigen Spieler hat, sondern mehrere. Es gibt keinen, der herausragt. Diese Mannschaft funktioniert als Einheit. Jeder geht extreme Wege für den andern."

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Löw über die Doppel-Sechs:

"Ich habe schon vor dem Turnier gesagt: Egal, ob Sami Khedira oder Bastian Schweinsteiger. Es werden nicht immer beide spielen können (PEPSI START 11: Hier die Nationalelf selbst aufstellen). Beide haben sich nach Verletzungen heran gekämpft. Beide sind extrem wichtig für die Mannschaft, beide sind extrem wichtig für mich. Sami hat die Pause gegen die USA gut getan. Khedira arbeitet auf dieser Position gegen den Gegner. Er hat eine gewisse Dynamik in seinen Aktionen. Er ist ein Spieler, der aus dem Mittelfeld aus der Tiefe in die Spitze vorstößt. Deswegen ist er so wichtig. Bastian hat zuletzt gut gespielt. Ob sie aber sieben Spiele bei dieser Hitze machen können, war unklar. Deshalb halte ich die Entscheidung, Philipp Lahm ins Mittelfeld zu stellen, für absolut richtig. Er hat diese Bindung zwischen Abwehr und Mittelfeld."

Löw über Verbesserungsbedarf im DFB-Team:

"Wir wissen wir können besser spielen und sind noch nicht am Limit. Mit der K.o.-Phase beginnen die Spiele der Wahrheit. Wir brauchen keine grundsätzlichen Veränderungen unseres Spielsystems. Wir brauchen Verbesserungen im Detail. Wir sind gegen die USA defensiv besser gestanden. Wir haben den Amerikanern wenige Möglichkeiten gegeben, sich zu entfalten. Wir müssen in der Offensive den Hebel ansetzen, Spiel im letzten Drittel, Besetzung im Strafraum. Aber unsere Mannschaft brennt auf dieses Achtelfinalspiel. Wo es nur noch darum geht, zu gewinnen. Solche Spiele habe eine besondere Magie und große Spannung. Die Mannschaft ist fokussiert und konzentrierter. Wir gehen in dieses Spiel mit großem Selbstbewusstsein."

Niersbach über die Torlinientechnologie:

"Die Torlinientechnologie hat sich absolut bewährt. Wir hatten Szenen, die hätten der vierte und auch ein fünfter Offizieller hinter dem Tor mit bloßem Auge nicht erkannt. Ich bin einer Meinung mit Reinhard Rauball. Wir vom DFB sind klar für die Torlinientechnologie. Ich bin überzeugt, dass der Antrag des FC Bayern München, der im September behandelt wird, ausgeweitet wird. Hier ist Ruhe auf dem Spielfeld. Eine erhebliche Erleichterung für die Schiedsrichter."

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Niersbach über die Schande von Gijon:

"Ich war damals dabei. Das war im Stadion für uns Berichterstatter eine peinliche Situation, als die Algerier mit weißen Taschentüchern gewunken haben. Das sieht man normalerweise nur beim Stierkampf, wenn der Torero nicht aktiv genug ist. Ich habe damals mit den Spielern gesprochen, es gab niemals eine Absprache. Doch der Strukturfehler ist von der FIFA korrigiert worden. Alle letzten Gruppenspiele finden jetzt zur gleichen Zeit statt. Ich wende mich klar gegen die Wörter Rache oder Revanche. Hier ist dieses Vokabular nicht angebracht. Wir haben eine negative Bilanz gegen Algerien. Wir haben zweimal gegen sie gespielt und zweimal verloren. Das will unsere Mannschaft korrigieren."

Alle weiteren Aussagen finden Sie im LIVE-TICKER zum Nachlesen.

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