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Manuel Neuer (l.) war gegen Algerien bester deutscher Spieler. Die Bilder des Spieltages ZUM DURCHKLICKEN © getty

Manuel Neuer glänzt gegen Algerien vor allem außerhalb des eigenen Strafraums. Doch sein Wagemut kommt nicht überall gut an.

Porto Alegre/Santo Andre - Andreas Köpke musste nicht lange überlegen.

Auf die Frage, ob er schon mal einen besseren Libero als Manuel Neuer gesehen habe, antwortete der Bundestorwarttrainer mit einem breiten Grinsen.

"Nur Franz Beckenbauer, vielleicht", meinte er.

Der "Kaiser" löste seine Herausforderungen jedoch immer mit Eleganz und Lässigkeit.

"Manu der Libero" musste dagegen bei seinen waghalsigen Ausflügen mehrmals Kopf und Kragen riskieren, um Deutschland beim 2:1 nach Verlängerung gegen Algerien (Spielbericht) ins WM-Viertelfinale am Freitag (18 Uhr MESZ) gegen Frankreich zu retten.

Es war einer der spektakulärsten Auftritte eines Keepers in der langen DFB-Historie (914211DIASHOW: Die Bilder des WM-Spieltages).

Lob von allen Seiten

Entsprechend wurde der 28-Jährige von Bayern München auch mit Lob von allen Seiten überschüttet (Stimmen).

"Er war überragend gut. Er hat wie ein Libero reagiert und uns vor vielen brenzligen Situationen bewahrt", würdigte Bundestrainer Joachim Löw die außergewöhnliche Vorstellung seines besten Abwehrspielers (DATENCENTER: Der Spielplan der WM 2014).

Für Köpke ist Neuer schlichtweg "der kompletteste, und damit auch beste Keeper der Welt".

Auch in den sozialen Netzwerken wird Manuel Neuer gefeiert:

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Köpke kontert Kahn

Dass Oliver Kahn seinem Nachfolger "Harakiri" vorwarf, konnte Köpke überhaupt nicht nachvollziehen.

"Das Risiko ist nicht unnötig", konterte Köpke: "Es war nicht eine Situation, wo er unsicher gewesen wäre."

Vielmehr habe Neuer doch "Spaß an seinem Spiel. Man wird auch auf der Bank nie nervös, weil Manu in keiner Situation unsicher ist", fügte der Europameister von 1996 an.

Seine Präsenz, "und so, wie er antizipiert, ist einmalig, fantastisch."

Metzelder: Neuer kann auch Innenverteidiger spielen

Daher könne Neuer "auch Innenverteidiger spielen", meinte deshalb Ex-Nationalspieler Christoph Metzelder.

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Der Welttorhüter selbst blieb trotz der Elogen gewohnt cool, sprach lediglich von "einem schmalen Grat" auf dem er sich in so einer Partie bewegen würde.

Er müsse einfach "die richtigen Entscheidungen treffen. Aber wenn ich mich entschieden habe, ziehe ich das zu 100 Prozent durch".

Siehe Algerien.

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19 Ballkontakte außerhalb des Strafraums

Irrwitzige 19 Ballkontakte hatte er im Achtelfinale außerhalb des Strafraums.

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Ohne Angst vor Verletzungen

Dabei nahm der Nationalkeeper, der gegen Frankreich sein 50. Länderspiel absolvieren wird, auch Verletzungen in Kauf.

"Wenn ich Angst hätte, würde ich auf der Linie bleiben. Ich versuche, nicht über eine Verletzung nachzudenken", sagte Neuer, der bis kurz vor der WM an einer Schulterverletzung aus dem DFB-Pokalfinale laboriert hatte.

Er wisse doch, was er kann, "das ist mein Spiel".

Dafür sei der Keeper doch auch "weltberühmt", ergänzte Per Mertesacker.

Auch als Vorbereiter stark

Dass Neuer gegen die Algerier so etwas wie ein Feldspieler mit Handschuhen war, bewies seine sogenannte "Heatmap".

Diese zeigt an farbigen Schraffierungen, wo sich der Spieler auf dem Feld aufgehalten hat:

Neuers "Heatmap" zeigte blaue Ausschläge rechts neben der Seitenlinie, links neben der Seitenlinie und auch 30 Meter vor dem Tor.

Und mit weiten Abschlägen wie etwa auf Andre Schürrle bereitete er sogar noch mehr Chancen vor als so mancher Offensivspieler.

Wie einst Franz Beckenbauer als Libero.

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