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TOR: Deutschlands Manuel Neuer ist der überragende Keeper bei dieser WM. Gegen Algerien überzeugte er als "Libero" mit intelligentem Torwartspiel, gegen Brasilien zuletzt mit starken Reflexen. In allen Spielen war der Bayern-Keeper fehlerfrei und machte seinem Ruf als bester Torwart der Welt alle Ehre. Seine Präsenz schafft bei jedem Stürmer Eindruck
Manuel Neuer glänzte bisher nicht nur beim Achtelfinalspiel gegen Algerien © getty

Manuel Neuer glänzt bei der WM. Vor dem Halbfinale gegen Brasilien spricht er über den Hype um seine Person und den Gegner.

Belo Horizonte - Manuel Neuer gehört zu den überragenden Figuren bei der WM 2014.

Im Achtelfinale gegen Algerien verblüffte der deutsche Keeper mit seinem offensiven Torwartspiel.

Gegen Frankreich sicherte er nicht nur mit seiner Last-Minute-Parade das deutsche Weiterkommen (DATENCENTER: Der Spielplan der WM 2014).

Im Halbfinale gegen den Gastgeber Brasilien (Di., ab 21.30 Uhr LIVE-TICKER) will er wieder glänzen. Vorher sprach er in einer kleinen Runde vor ausgewählten Journalisten.

SPORT1 hat seine wichtigsten Aussagen zusammengefasst.

Manuel Neuer über...

den Hype um seine Person:

"Ich habe es mitbekommen, weil mir Leute aus meinem Freundeskreis Sachen rübergeschickt haben. Ich bin nicht der Typ, der wie Thomas Müller nach dem Spiel alles liest und im Internet recherchiert, um auf dem neuesten Informationsstand zu sein und überall mitreden zu können (lacht). Mir wird es zugetragen, aber ich beschäftige mich nicht damit. Ich bin ein Teamspieler."

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seine Erwartungen an Brasilien:

"Man hat gesehen, dass sie sehr aggressiv spielen und gut in die Zweikämpfe gehen. Da Neymar nicht dabei ist, wird ihre Spielweise nicht mit der vorher vergleichbar sein. Es war viel auf ihn ausgerichtet. Er war der Kopf und der Star der Mannschaft. Jetzt ist wieder das Team der Star, die Aufgaben werden auf mehrere Schultern verteilt. So wie das bei uns ist.

Wichtig wird sein, dass wir in dieser Atmosphäre und in den harten Zweikämpfen einen guten Schiedsrichter haben. Ich weiß nicht, ob wir so eine Atmosphäre, wie sie am Dienstag herrschen wird, bei einem Länderspiel schon mal erlebt haben. Brasilien ist heiß, aber wir sind es auch."

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die Verletzung von Neymar:

"Er hat eine tragende Rolle für die brasilianische Nationalmannschaft und das ganze Land gespielt. Er ist der wichtigste Spieler für Brasilien. Die Fußballwelt hat getrauert und wir finden es auch schade, dass er nicht dabei ist."

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ein mögliches Elfmeterschießen:

"Ich habe mich vor allen K.o.-Spielen mit den Offensivaktionen, den Standards und den Elfmetern des Gegners beschäftigt und das wird auch vor dem Halbfinale der Fall sein. Die Entscheidung kommt dann auch von innen, da kann man nicht an Statistiken denken.

Ein gutes Gefühl ist wichtig. Wenn Andi Köpke sagt, der Schütze hat sieben Mal nach rechts geschossen und ich trotzdem nach links springe, ist das meine Entscheidung."

einen Torwartwechsel wie bei den Niederländern:

"Vorstellbar ist alles, aber ich glaube, dass das bei uns nicht passieren wird. Wir haben bisher in den 120 Minuten unser Wechselkontingent ausgeschöpft. Gerade bei solchen Spielen kann auch in der letzten Minute immer noch irgendwas passieren."

die deutschen Titelchancen:

"Wir haben uns im Turnier gesteigert, haben immer verdient gewonnen und waren immer die bessere Mannschaft. Jetzt können wir uns in einen Lauf spielen."

die vier Mannschaften im Halbfinale:

"Es gab für die Mannschaften in der K.o.-Runde keine Geschenke. Letzlich sind die besseren Mannschaften weitergekommen und haben es verdient, im Halbfinale zu stehen. Alle vier Mannschaften haben sehr gute Chancen. Wir haben 2010 und 2012 in den entscheidenden Spielen keine gute Tagesform gehabt, das soll sich jetzt ändern."

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den Teamgeist in der deutschen Mannschaft:

"Wir haben uns in dieser Hinsicht verbessert im Vergleich zu 2010. Wenn man sich unsere Bank anschaut, wie sie mitfiebert und wie sie für die Spieler auf dem Platz da sind. Aber auch außerhalb des Platzes, auf den Reisen und im Campo Bahia herrscht positive Stimmung. Keiner ist beleidigt, wenn er nicht spielt. Jeder akzeptiert die Entscheidung des Trainers und ordnet sich dem Ziel unter."

die Torhüter bei dieser WM:

"Die Torhüter spielen bisher eine tragende Rolle. Wir haben sehr viele gute Leistungen gesehen und auch bessere als bei der WM 2010. Die Klasse der Torhüter ist gestiegen. Ich schaue da auch immer genau hin, weil man nie auslernt, um mir Sachen abzugucken."

die mentale Vorbereitung auf das Halbfinale:

"Für mich ändert sich nichts, ich muss da nicht in mich gehen. Wenn man weiß, dass man gut drauf ist, ist das die halbe Miete. Den alten Spruch Wie man trainiert, so spielt man auch, nehme ich recht ernst und bin auch im Training motiviert."

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