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Miroslav Klose (l.) erzielte bisher 15 Tore bei Weltmeisterschaften. ZUM DURCHKLICKEN: Das DFB-Team hautnah © getty

Wer spielt, wie heiß wird es, welche Bestmarken kann Klose knacken? SPORT1 beantwortet die wichtigsten Fragen zum Halbfinale.

Vom DFB-Team berichten Thorsten Mesch, Jochen Stutzky und Markus Höhner

Belo Horizonte - Er ist der einzige Spieler, der beim bislang einzigen WM-Duell zwischen Brasilien und Deutschland dabei war.

Der mit 36 Jahren sein zweites Finale erreichen kann, indem er Revanche für das verlorene Endspiel vor zwölf Jahren nimmt.

Er ist der Spieler, der mit seinem 17. WM-Triumph an Selecao-Legende Cafu vorbeiziehen und eine neue Bestmarke aufstellen kann.

Und er ist derjenige Spieler, der die Chance hat, mit einem Treffer alleiniger WM-Torschützenkönig zu werden (DATENCENTER: Der Spielplan der WM 2014).

Kurz gesagt: Miroslav Klose kann mit seinen 36 Jahren einiges bewegen in diesem WM-Halbfinale (ab 21.30 Uhr im LIVE-TICKER).

SPORT1 beantwortet die wichtigsten Fragen:

Sind alle Spieler fit?

Alle 22 noch anwesenden deutschen Teammitglieder - für Shkodran Mustafi ist die WM seit dem Achtelfinale verletzungsbedingt beendet - nahmen am Montagnachmittag in Belo Horizonte am Abschlusstraining teil. Jeder ist fit, auch Per Mertesacker, der zuletzt an einem grippalen Infekt laboriert hatte.

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"Alle Spieler sind einsatzfähig. Wie wir auflaufen, werde ich erst einmal mit der Mannschaft besprechen", sagte Bundestrainer Joachim Löw am Montagabend.

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Bei Brasilien fehlen der verletzte Superstar Neymar und der gesperrte Kapitän Thiago Silva.

"Man sollte nicht meinen, dass der Ausfall der beiden ein Nachteil für Brasilien wird", meinte Löw. "Dante wird wohl spielen, der macht gegen Deutschland sicher kein schlechtes Spiel. Ich bin mir sicher, dass die anderen Spieler jetzt noch enger zusammenrücken. Brasilien spielt zu Hause, sie sind sicher weiter der Favorit."

Wie sieht die Startelf aus?

Löw wird gegenüber dem Viertelfinale aller Voraussicht nach keine personellen Veränderungen vornehmen. Philipp Lahm wieder rechter Verteidiger spielen. Miroslav Klose dürfte im Sturm erste Wahl bleiben (PEPSI START 11: Hier die Nationalelf selbst aufstellen).

Vor der Abwehr werden Sami Khedira und Bastian Schweinsteiger die Doppelsechs bilden, Philipp Lahm dafür wieder rechts verteidigen.

Mertesacker, der beim 1:0 gegen Frankreich überraschend draußen blieb, bliebe wieder nur ein Platz auf der Ersatzbank. Der schnellere Jerome Boateng wird an seiner Stelle in der Innenverteidigung gefragt sein.

In der Offensivreihe im Mittelfeld sind Thomas Müller und Toni Kroos gesetzt. Mesut Özil dürfte erneut den Vorzug vor Edeljoker Andre Schürrle oder Mario Götze erhalten.

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Wie ist die Bilanz gegen Brasilien?

Bei einer Weltmeisterschaft gab es das Duell Deutschland gegen Brasilien erst ein einziges Mal. Vor zwölf Jahren bei der WM in Südkorea und Japan trafen das DFB-Team und die Selecao im Finale aufeinander. Brasilien gewann 2:0 und wurde zum fünften Mal Weltmeister.

Auch die gesamte Länderspielstatistik spricht für die Selecao: Von den bisherigen 21 Duellen gewann die deutsche Auswahl nur vier, fünf Spiele endeten remis bei zwölf Niederlagen. Die Tordifferenz ist bei 24:39 Toren ebenfalls negativ.

Allerdings hat das DFB-Team das letzte Aufeinandertreffen mit Brasilien gewonnen. Am 10. August 2011 setzten sich Philipp Lahm und Co. in Stuttgart 3:2 durch.

Der DFB stimmt sich ein:

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Wie wird das Wetter?

Belo Horizonte liegt auf einer Höhe von knapp 900 Metern.

Hier ist es nicht so heiß wie in Rio de Janeiro, als das DFB-Team nicht nur gegen Frankreich, sondern auch gegen weit mehr als 30 Grad im Schatten kämpfen musste.

Der Wetterbericht sagt 24 bis 26 Grad und einen Wechsel von Sonne und Wolken voraus. Vielleicht könnte auch etwas Regen fallen.

In Deutschland soll es am Abend fast überall regnen, teilweise sogar gewittern - keine guten Voraussetzungen fürs Public Viewing.

Wo wird gespielt?

Gespielt wird im Estadio Mineirao. Die Arena wurde für die WM renoviert, bietet 58.170 Zuschauern Platz und gehört neben dem Maracana in Rio zu den traditionsreichsten Stadien Brasiliens.

Wer ist der Schiedsrichter?

Marco Rodriguez aus Mexiko leitet die Partie.

Für den 40-Jährigen ist es der dritte Einsatz bei diesem Turnier. Er leitete bereits die Gruppenspiele zwischen Belgien gegen Algerien (2:1) und Italien gegen Uruguay (0:1).

In letzterem übersah er den Biss des Uruguayers Luis Suarez in die Schulter von Gegenspieler Giorgio Chiellini.

In seiner Heimat heißt Rodriguez kurioserweise "Chiquidracula" (kleiner Dracula) wegen angeblicher Ähnlichkeit zu einer Figur einer Kinderserie. Er selbst verwahrt sich mit Verweis auf seinen christlichen Glauben dagegen und wünscht, allenfalls "Chiquimarco" (kleiner Marco) genannt zu werden.

Deutschland hat gute Erfahrungen mit dem Mexikaner, der gegen den aktuellen WM-Trend als eher streng und kartenzeigefreudig gilt. Er leitete 2010 das erste Gruppenspiel der DFB-Elf gegen Australien (4:0) und stellte Tim Cahill vom Platz.

Auch Brasilien darf jedoch auf ein gutes Omen hoffen. Rodriguez pfiff vor zehn Jahren das Halbfinale der Copa America zwischen dem Rekordweltmeister und Uruguay, das die Brasilianer im Elfmeterschießen gewannen.

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Brasilien: Julio Cesar - Maicon, Dante, David Luiz, Marcelo - Luiz Gustavo, Fernandinho - Hulk, Oscar, Ramires - Fred

Deutschland: Neuer - Lahm, Boateng, Hummels, Höwedes - Schweinsteiger, Khedira, Kroos - Müller, Özil - Klose

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