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Das DFB-Team trainiert noch bis Freitag in Santo Andre und verlässt danach endgültig das Teamquartier Campo Bahia © getty

Nach dem Finaleinzug gegen Brasilien gönnt sich der DFB-Tross ein bisschen Freizeit. Danach richtet sich der Fokus auf Rio.

Vom DFB-Team berichten Thorsten Mesch, Jochen Stutzky und Markus Höhner

Santo Andre - Nach dem historischen Triumph gegen Brasilien (919143DIASHOW: Die Bilder des Spiels) war für die deutschen Nationalspieler Erholung angesagt.

Die Spieler durften mit ihren Frauen und Freundinnen relaxen, Tischtennis oder Karten spielen oder frei nach Loriot: Einfach mal nichts machen.

Bundestrainer Joachim Löw entspannte am Strand, aber Sonnenbaden war nicht angesagt (DATENCENTER: Der Spielplan der WM 2014).

Himmel reißt auf

Wolken verhüllten am Mittwochmorgen den Himmel, es regnete leicht. Am Nachmittag riss der Himmel auf.

Am Strand ließ sich - mit Ausnahme von Löw - aber keiner der Helden von Belo Horizonte blicken.

[kaltura id="0_tirke5b0" class="full_size" title="So lief der deutsche Jahrhundertsieg"]

Während deutsche Journalisten mit brasilianischen Jungs im Sand kickten und brasilianische Kamerateams am Strand lauerten, blieben die DFB-Kicker hinter dem Sichtschutz im Campo.

Akkus aufladen war angesagt.

Doch nach der Entspannung startet ab Donnerstag der Countdown für das Finale, in dem es zur Neuauflage der beiden WM-Endspiele von 1986 und 1990 gegen Argentinien kommt.

"Europa gegen Südamerika - eine reizvolle Konstellation. Argentinien ist defensiv stark, kompakt, gut organisiert", sagte Löw.

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Rückkehr nach Rio

Vormittags dürfen die Angehörigen nochmal zwei Stunden ins Teamquartier, danach werden die Schotten dicht gemacht.

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Training und Pressekonferenz stehen an, dann heißt es: Sachen packen und fertig machen für die Rückkehr nach Rio de Janeiro.

Dort hatte die deutsche Mannschaft im Viertelfinale gegen Frankreich gewonnen und dort will sie am Sonntag im Endspiel den letzten Schritt zum vierten Titel machen. SHOP: Jetzt WM-Fanartikel kaufen

Bis dahin muss jedoch noch einiges getan werden.

Keine Interviews mehr

Am Freitag wird noch einmal in Santo Andre unter Ausschluss der Öffentlichkeit trainiert, Interviews soll es keine mehr geben.

Nach Rücksprache mit der sportlichen Leitung und der Mannschaft gilt nun die volle Konzentration ausschließlich der Regeneration und der Vorbereitung auf das Finale, teilte der DFB mit.

"Ich habe das Gefühl, dass bei uns alle geerdet und bereit für den letzten Schritt sind", sagte Löw:

"Wir werden uns gut vorbereiten und freuen uns auf Rio"

Ab Freitagabend in Rio

Am Freitagabend beginnt der Trip an die Copacabana, vorher verabschiedet sich die Mannschaft nach einem guten Monat endgültig aus dem Campo Bahia.

In Rio läuft dann am Samstag das übliche Programm mit Pressekonferenz und Abschlusstraining im Maracana.

Eher ein Termin für die mitreisenden Spielerfrauen (671614DIASHOW) ist ein Besuch auf dem Zuckerhut oder der Jesus-Statue auf dem Corcovado, während sich das Team so weit wie möglich von der Öffentlichkeit abschotten wird.

Merkel und Gauck kommen

Am Sonntag um 16 Uhr (21 Uhr deutscher Zeit) steigt das Finale, zur Unterstützung reisen Kanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Joachim Gauck an.

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Nach dem Spiel werden dann hoffentlich wieder Selfies aus der deutschen Kabine um die Welt gehen und die Nacht zum Tag gemacht.

Geplant ist eine große Siegesfeier in einem Nobelhotel an der Copacabana.

Am Montagnachmittag geht es von Rio aus nach Deutschland. Im Fall des Titelgewinns landet der Sonderflug in Berlin, wo dann auf der Fanmeile der WM-Pokal präsentiert wird.

Der vierte Stern ist zum Greifen nahe. Der Countdown läuft.

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