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Thomas Müller ist mit fünf Toren bester deutscher Torjäger der WM in Brasilien
Thomas Müller ist mit fünf Toren bester deutscher Torjäger der WM in Brasilien © getty

Thomas Müller vertraut gegen Argentinien auf die eigenen Stärken. Lionel Messi fürchtet er nicht. Die Highlights der DFB-PK.

Von Martin Jahns und Thorsten Mesch

München/Porto Seguro - Vor dem WM-Finale gegen Argentinien (Sonntag, ab 20.30 Uhr im LIVE-TICKER) sprachen Thomas Müller, Philipp Lahm und Teammanager Oliver Bierhoff bei der letzten Pressekonferenz vor der Abreise nach Rio de Janeiro. (SERVICE: Der WM-Rechner).

Themen sind unter anderem die Stimmung vor dem Endspiel, das Aufeinandertreffen mit Lionel Messi und der Abschied vom Campo.

SPORT1 fasst die wichtigsten fünf Fakten der Pressekonferenz zusammen:

Die Herangehensweise gegen Argentinien

"Wegen uns kann es jetzt losgehen. Die Anspannung ist schon da, aber vor allem die Vorfreude. Wir sind optimistisch. Wir wollen den Weltmeisterschaftstitel nach Deutschland bringen", ist Philipp Lahm entschlossen.

Thomas Müller wird konkreter: "Es wird so sein, dass wir von hinten gut aufbauen müssen, dass wir gut verlagern müssen. Wir müssen die Zwischenräume finden und mit Risikobereitschaft den Weg nach vorne suchen. Wenn möglich, unsere Außen einbinden. Wenn das nicht hilft, machen wir halt ein Standardtor. Da sind wir ja neuerdings die Könige." Für einen Fußballer gebe es nichts Größeres als ein solches Finale: "Es steht ganz klar über dem Champions-League-Finale. Dementsprechend ist die Vorfreude", so Müller.

"Ich selber habe mit vielen Argentiniern zusammen gespielt. Das sind ganz liebe Menschen, aber wenn sie auf dem Platz stehen, sind sie andere Menschen. Dann haben sie Feuer in den Augen", ergänzt Oliver Bierhoff.

Der Stellenwert eines WM-Finals

Oliver Bierhoff sieht große Unterschiede zwischen dem jetzigen Team und der DFB-Mannschaft, die 2002 im Finale stand: "Wir sind damals etwas durch das Turnier gewurschtelt. Wir hatten damals auch die etwas leichteren Gegner. Wir hatten keine große Erwartungen. Bei dieser Mannschaft war von vorne herein das Ziel, ins Finale zu kommen. Wir sind jetzt kein Underdog, sondern zumindest gleichwertig."

Wiedersehen mit Lionel Messi

Thomas Müller hat durchaus gute Erinnerungen an Aufeinandertreffen mit Lionel Messi: "Gegen Messi haben wir schon das ein oder andere Mal agiert. Meine Erinnerungen sind positiv. Ich glaube, ich habe gegen Messi in einem Pflichtspiel noch nie verloren, wenn ich mich recht erinnere. Man muss ihn gut begleiten, gut stören. Irgendwann hat man den Ball dann auch erobert. Ein bisschen verteidigen können wir auch. Wichtig ist, dass wir als Mannschaft auftreten. Man muss die Mannschaft Argentinien verteidigen und sich nicht nur auf einen Spieler konzentrieren."

Mögliche Feierlichkeiten nach dem Titel

"Ich glaube, ich gehe früh schlafen. Also in der Früh", so Lahm. Thomas Müller ergänzt: "Ich werde mal wieder meinen überdimensionierten Mund aufreißen. Was der Philipp macht, sieht man ja dann."

Lob für das Campo Bahia

"Das ist die optimale Lösung für uns gewesen. Ein super kleines Dorf. Die Spieler haben zusammen in Häusern gewohnt. Man läuft sich immer über den Weg. Es ist eine ganz andere Atmosphäre, als es in einem Hotel wäre. Das Team-Leben kann man viel intensiver erleben", lobt Müller das Campo Bahia. Philipp Lahm kann sich ein Wiedersehen dort vorstellen: "Ich denke, wir treffen uns in 20 Jahren alle hier wieder und besetzen die Häuser genauso wie jetzt."

Alle weiteren Aussagen finden Sie im LIVE-TICKER zum Nachlesen.

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