Bastian Schweinsteiger und Joachim Löw strotzen vor dem WM-Finale vor Zuversicht. Die Highlights der finalen DFB-PK.

[kaltura id="0_qm91vq57" class="full_size" title="Schweinsteiger: "Wir wissen mit der Situation umzugehen""]

Von Martin Hoffmann und Thorsten Mesch

München/Rio de Janeiro - Der Worte sind genug gewechselt, nun endgültig.

Eine letzte Pressekonferenz hat die deutsche Nationalmannschaft noch gegeben vor dem WM-Finale gegen Argentinien (Sonntag, ab 20.30 Uhr im LIVE-TICKER).

Es sprachen: Joachim Löw, der Bundestrainer. Und Bastian Schweinsteiger, der emotionale Leader.

SPORT1 fasst die wichtigsten fünf Fakten der letzten DFB-PK - die offiziell eine Pressekonferenz der FIFA war - zusammen:

Argentinien ist nicht Brasilien

Die wichtigste Botschaft, die Löw und Scheinsteiger zu übermitteln hatten: Ja nicht glauben, dass es gegen die "Albiceleste" läuft wie beim 7:1 im Halbfinale gegen den Gastgeber.

"Wir sind in einer sehr guten Verfassung, besonders nach dem Spiel gegen Brasilien. Wir wissen das aber auch gut einzuschätzen", betonte Schweinsteiger.

Löw warnte derweil: "Das wird nicht so einfach wie gegen Brasilien. Wer das meint, der hat Argentinien nicht genug gesehen."

Argentiniens Stärken

Nicht nur Brasilien ist für Löw kein Vergleichswert, auch das 4:0 im WM-Viertelfinale 2010 dürfe seine Spieler nicht in Sicherheit wiegen.

"Die Mannschaft ist viel kompakter als 2010", sagte er mit Blick auf das taktische Chaos unter dem damaligen Trainer Diego Maradona (was Löw höflicherweise so natürlich nicht aussprach): "Die Mannschaft lebt nicht nur von Messi, sie hat auch Higuain, di Maria und Agüero."

Schweinsteiger hob noch einen anderen hervor: Javier Mascherano, den er als "Leitwolf" adelt: "Das hat man gegen die Niederlande gesehen, wo er Arjen Robben noch abgegrätscht hat."

Generell müsse man sich vor der taktischen Vielseitigkeit des Gegners vorsehen, sagte der Coach: "Wir haben festgestellt, dass Argentinien während des Turniers das ein oder andere verändert hat. Sie versuchen, manchmal hoch anzugreifen. Sie versuchen, manchmal sich fallen zu lassen. Wir müssen uns auf alles einstellen."

Die eigene Herangehensweise

Bei aller Vorsicht vor dem Gegner: Der Blick auf die eigene Stärke stimmt die Deutschen zuversichtlich.

"Wir wissen, dass wir gut Fußball spielen können. Wir müssen das aber wieder abrufen", hielt Schweinsteiger fest: "Wenn wir das, was wir können nicht auf den Platz bringen, werden wir das Spiel wohl nicht gewinnen. Aber ich bin überzeugt, dass wir das zeigen werden."

Mut macht ihm auch die Tatsache, dass er Kollegen an seiner Seite weiß, "die schon mit ihren Vereinen großen Spiele gemacht haben".

Auch Löw betonte das "gesunde Selbstvertrauen" seiner Mannschaft: "Wenn wir unser Spiel durchziehen, werden wir gewinnen."

Größte Demonstration der deutschen Entspanntheit war allerdings ein Satz von Schweinsteiger: "Wir haben keinen Druck."

Bei einem WM-Finale. Nicht schlecht.

Die Vorbereitung auf ein mögliches Elfmeterschießen

Joachim Löw hofft zunächst einmal, dass es nicht so weit kommt: "Wir wollen das in der regulären Spielzeit oder in der Verlängerung schaffen."

Für den Fall der Fälle ist man aber natürlich vorbereitet: "Wir haben die Schützen analysiert. Aber die Spieler variieren auch immer sehr gut. Aber natürlich haben wir eine Kartei zu den Schützen in der steht, welche Ecke sie bevorzugen."

Was kommt danach?

Löw zeigte sich auf Nachfrage sicher, dass Fußballdeutschland auch nach dem WM-Finale noch viel Freude an seinem Team haben werde.

"Wir haben Spieler, die auf ihrem Zenit spielen. Wir haben aber auch noch junge Spieler, die noch einige Jahre spielen können. Und ich weiß, dass wir das Potenzial haben, auch in den kommenden Jahren noch auf diesem Niveau zu spielen", betonte er:

"Selbst bei einer Niederlage, von der wir nicht ausgehen, wird nicht alles in Schutt und Asche liegen. Der deutsche Fußball hat Zukunft."

Gut zu wissen.

Alle weiteren Aussagen finden Sie im LIVE-TICKER zum Nachlesen.

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