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Kevin Kuranyi erzielte in 52 Länderspielen 19 Tore für die Nationalelf © getty

Schalkes Stürmer hat eine Rückkehr ins DFB-Team und eine WM-Teilnahme mehr denn je im Hinterkopf - und sagt: "Ich bin erst 27."

Köln - Kevin Kuranyi hat ein Comeback in der deutschen Nationalmannschaft und eine mögliche Teilnahme an der WM 2010 in Südafrika mehr denn je im Hinterkopf.

"Ich bin erst 27, ich habe noch viele Jahre vor mir. Ich muss auf dem Platz zeigen, dass sie mich brauchen. Alles, was ich heute habe, habe ich mir erkämpft. Das ist auch in Sachen Nationalteam der einzige Weg", sagte der Stürmer von Schalke 04 dem "Express".

Kuranyi war von Bundestrainer Joachim Löw aus der Nationalmannschaft verbannt worden, nachdem er sich im vergangenen Oktober in der Halbzeit des WM-Qualifikationsspiels gegen Russland in Dortmund (2:1) aus Frust über seine Nichtberücksichtigung vom Team abgesetzt hatte.

Löw hatte eine Rückkehr des Angreifers unter seiner Führung grundsätzlich ausgeschlossen.

Kein Groll gegen Löw

Kuranyi hegt deswegen offenbar auch keinen Groll gegen den Bundestrainer.

"Ich bin nicht in der Situation, mich beschweren zu können. Wer einen Fehler gemacht hat wie ich, der muss die Konsequenzen akzeptieren, egal, wie sie aussehen."

Und weiter: "Dass sie bei mir so hart ausfallen, hätte ich mir nicht gewünscht. Jetzt muss ich eben hart kämpfen, um eine neue Chance in der Nationalmannschaft zu bekommen", erklärte der frühere Stuttgarter.

Kein Kommentar zu Podolskis Ohrfeige

Kuranyi wollte die Ohrfeige von Lukas Podolski gegen DFB-Kapitän Michael Ballack zu Beginn des Monats im WM-Qualifikationsspiel des Vizeeuropameisters in Cardiff gegen Wales nicht kommentieren wollte.

Dass Kuranyi am Samstag mit seinem Klub bei Bayern München (ab 15.30 Uhr LIVE) mit dem ehemaligen Bundestrainer Jürgen Klinsmann, der ihm vor der WM 2006 in Deutschland überraschend ausgebootet hatte, antritt, hat für ihn einen besonderen Reiz.

"Einfach nur einen Sieg"

"Viele Leute fragen: Zahlst Du es ihm zurück? Ich frage mich: Kann man das überhaupt zurückzahlen? Ich sage lieber: Ich habe es verarbeitet. Es war ohne Zweifel die größte Enttäuschung in meiner Karriere, damals nicht zur WM zu dürfen - obwohl ich Klinsmann mit einigen wichtigen Toren geholfen hatte", erklärte Kuranyi.

Der Stürmer fügte an: "Aber deshalb denke ich jetzt nicht an Rache. Auch wenn es sehr weh getan hat - Samstag will ich einfach nur einen Sieg."

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