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Verteidiger Christian Schulz wechselte 2007 von Bremen nach Hannover © getty

Die Asien-Reise löst bei den Kandidaten gemischte Gefühle aus. Einer freut sich besonders. Hildebrand ist kein Thema für Löw.

Frankfurt - Nach der Flut von Absagen für die Asien-Reise der deutschen Fußball-Nationalmannschaft sucht Bundestrainer Joachim Löw das Gespräch mit U21-Coach Horst Hrubesch.

"Wir werden uns am Donnerstag zusammensetzen. Dann werden wir erläutern, welche Spieler Horst Hrubesch für die U21-EM benötigt, und auf wen er vielleicht verzichten kann", sagte Löw dem "Sport-Informations-Dienst".

"Das wollen wir dann in aller Ruhe konkretisieren. Grundsätzlich kommen für die Asien-Reise aber nur Spieler in Frage, die auch eine Perspektive in der Nationalmannschaft haben".

U21-EM hat Priorität

Löw unterstrich aber noch einmal, dass die U21-EM in Schweden (15. bis 29. Juni) gegenüber der Asien-Tour der Nationalelf vom 26. Mai bis 3. Juni "absolute Priorität" habe.

"Die Leistungsträger, die bei der U21 zuletzt immer dabei waren, kommen für die Asien-Reise natürlich nicht in Frage. Aber vielleicht gibt es ja Positionen, die zwei- oder dreifach besetzt sind. Darüber werden wir uns dann unterhalten", sagte Löw.

Kehl und Weidenfeller zurückhaltend

Mit gemischten Gefühlen haben die Kandidaten für die Asien-Reise der deutschen Fußball-Nationalmannschaft vom 26. Mai bis 3. Juni auf eine mögliche Nominierung durch Bundestrainer Joachim Löw reagiert.

"Die Nationalmannschaft ist im Moment kein Thema. Ich habe keinerlei Kontakt zu Jogi Löw", sagte der 29-jährige Kehl dem "kicker".

Er will bei den Spielen des Vize-Europameisters gegen China in Shanghai (29. Mai) und in Dubai gegen die Vereinigten Arabischen Emirate (2. Juni) offenbar nicht als "Versuchskaninchen" herhalten.

"Testen muss er mich nach 31 Länderspielen sicher nicht mehr. Sollte der Bundestrainer ernsthaft mit mir planen, würde mich das sehr freuen."

Hildebrand ist kein Thema

Auch Kehls Dortmunder Teamkollegen Roman Weidenfeller, der nach den Ausfällen von Tim Wiese (Werder Bremen), Rene Adler (Bayer Leverkusen) und Manuel Neuer (Schalke 04) immer wieder als eine der Alternativen für das deutsche Tor beim Trip nach Fernost genannt.

Doch auch für ihn ist die Nationalmannschaft derzeit noch ein Tabu-Thema.

"Dazu möchte ich nichts sagen, das müssen andere entscheiden", sagte der 28-Jährige.

Kein Thema ist für Löw die Rückkehr des vor der EM 2008 ausgebooteten Timo Hildebrand von Aufsteiger 1899 Hoffenheim.

Comeback für "Asien-Experte" möglich

Sehr wohl ein Thema ist das Comeback von Außenverteidiger Christian Schulz. Der 26-Jährige ist ausgewiesener "Asien-Experte".

Denn seine ersten Sporen in der Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) durfte sich der frühere Bremer bei der Asien-Reise 2004 unter Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann in Japan, Südkorea und Thailand verdienen.

Beim 3:0 in Japan im Dezember 2004 debütierte Schulz. Nach dem 2:2 gegen Argentinien im Februar 2005 und insgesamt drei Länderspielen war die Karriere des Defensivspielers in der DFB-Elf aber erst einmal beendet.

Schulz brennt auf Rückkehr

"Gute Vorlage, gute Partie. Christian war ja schon dabei und stand seither immer im Blickfeld", sagte Bundestrainer Löw nach der starken Leistung von Schulz am Samstag beim 2:1-Erfolg mit Hannover gegen den 1. FC Köln.

Schulz brennt nach mehr als vier Jahren ohne Länderspiel ohnehin auf seine Rückkehr in die Nationalelf:

"Schön, in den Kreis wieder etwas reinspekuliert zu werden."

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