Der ehemalige Nationaltorwart Oliver Kahn hat Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff wegen dessen Rolle bei den Vertragsgesprächen zwischen Bundestrainer Joachim Löw und dem DFB scharf kritisiert.

"Es ist seine Aufgabe als Manager der Nationalmannschaft, die Verträge mit und nicht für Löw, Köpke und andere Personen auszuhandeln. Bierhoff tritt quasi als Verhandlungsführer des Trainerstabs vor dem DFB auf. Das ist ja schon fast eine Art Amtsmissbrauch von Bierhoff", sagte der 40-Jährige der "Bild".

Vor allem die Forderungen seines ehemaligen Mitspielers (Veto-Recht für den Bundestrainer, Sonderzahlung bei Vertragsunterschrift) kann Kahn nicht nachvollziehen.

Der frühere DFB-Kapitän hält gar nichts davon, dass der Manager den Bundestrainer bestimmen kann:

"Sich dann noch ein Veto-Recht, was die Bundestrainerverpflichtung anbelangt, im Vertrag verankern zu lassen, ist wohl einmalig und aus meiner Sicht weit außerhalb seines Kompetenzbereichs. Die Entscheidung über die Verpflichtung des Bundestrainers trifft in Deutschland der Präsident des DFB beziehungsweise das DFB-Präsidium - und die darf nicht abhängig sein vom Veto eines Angestellten."

Der frühere Bayern-Profi begrüßte von daher das Vorgehen des DFB-Präsidiums mit Theo Zwanziger an der Spitze, die Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung von Löw, Bierhoff und Co. bis nach der WM auf Eis zu legen: "Der DFB hat damit absolut richtig gehandelt."

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