Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack, der aufgrund einer Bänderverletzung im rechten Sprunggelenk seine WM-Teilnahme in Südafrika absagen musste, hat versöhnliche Töne in Richtung von Kevin Boateng (FC Portsmouth) angeschlagen.

"Ich bin natürlich noch sehr verärgert und enttäuscht, aber im Fußball sollte man nicht nachkarten", sagte der 33-Jährige im DFB-Quartier im sizilianischen Sciacca.

Ballack selbst ärgerte besonders, dass Boateng behauptet hatte, er habe sich noch auf dem Platz zweimal beim DFB-Kapitän entschuldigt: "Nein, das stimmt nicht. Natürlich bin ich verärgert und die Enttäuschung ist auch riesengroß. Einige Aussagen seines Vaters sind mir völlig unverständlich. Revanchegelüste gehören nicht in den Fußball", sagte Ballack.

Boateng hatte Chelsea-Star Ballack im FA-Cup-Finale in der ersten Halbzeit gefoult. Bei der Attacke hatte der 33 Jahre alte DFB-Kapitän die schwere Sprunggelenkblessur erlitten, die ihn zu einer achtwöchigen Trainingspause zwingt.

Ballack-Berater Michael Becker hatte hingegen juristische Schritte gegen den England-Legionär, der bei der WM in Südafrikafür den deutschen Vorrunden-Gegner Ghana spielen wird, angekündigt.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel