Für Philipp Lahm und Co. macht sogar die Politik eine Pause: Wenn die deutsche Nationalmannschaft am Freitagnachmittag ihr zweites WM-Spiel gegen Serbien bestreitet, steht der Bundestag in Berlin vermutlich still.

Eigentlich ist bis 15.05 Uhr eine Plenarsitzung angesetzt, doch wenn es um das Nationalteam geht, herrscht unter den Parteien eine seltene Einigkeit.

"Es gibt interfraktionelle Bemühungen, die Plenarberatungen am Freitag so rechtzeitig zum Abschluss zu bringen, dass alle fußballbegeisterten Abgeordneten - ohne das Risiko einer spontanen namentlichen Abstimmung fürchten zu müssen - das Fußballspiel verfolgen können", sagte Bundestagspräsident Norbert Lammert.

Die Sportausschuss-Vorsitzende Dagmar Freitag erklärte, für ihr Büro sei es "geradezu eine Pflicht, das Spiel zu gucken".

"Der Fußball hat derzeit fast eine gleichwertige Bedeutung wie die Politik. Ich glaube, die Bürger haben Verständnis dafür, dass auch die Politiker die Spiele der deutschen Mannschaft sehen wollen", sagte das SPD-Mitglied. Ihre Fraktion überlege sogar, im Fraktionssaal eine große Leinwand aufzustellen.

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