Ex-Nationalspieler Jürgen Grabowski hat im WM-Hype um Mesut Özil auch auf eine Schwäche des Spielmachers von Werder Bremen hingewiesen.

"Negativ ist, dass er viele Torchancen liegen lässt. Nicht nur gegen Australien, auch gegen die Bosnier hat er klare Möglichkeiten nicht verwertet, was mich gerade mit Blick auf sein technisches Potenzial überrascht. Er müsste die Dinger reinmachen", sagte der 65-jährige Grabowski auf "dfb.de" und fügte an: "Das wird aber kommen, der Knoten wird platzen."

Großes Lob zollte der ehemalige Frankfurter Bundesligaprofi Grabowski der DFB-Elf für ihre Leistung im WM-Auftaktspiel gegen Australien (4:0). "Wir haben bislang den besten Eindruck hinterlassen, unter allen WM-Mannschaften hat Deutschland die beste Leistung abgeliefert. Das war eine reife Leistung", erklärte der Weltmeister von 1974.

Der Jubel nach dem gelungenen Start des Löw-Teams in Südafrika war Grabowski aber anscheinend eine Spur zu übertrieben. Bereits nach der starken zweiten Halbzeit im Länderspiel gegen Bosnien-Herzegowina habe sich "binnen weniger Tage unglaublich viel Euphorie" aufgebaut.

"Etwas zuviel nach meinem Geschmack", urteilte der 44-malige Nationalspieler.

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