Bundestrainer Joachim Löw hat einen Tag nach dem Spiel gegen Serbien die 0:1-Niederlage verdaut.

Ein Vergleich mit der Pleite bei der EM 2008, als Deutschland im zweiten Gruppenspiel gegen Kroatien verlor, will Löw nicht ziehen.

"Wir waren über 60 Minuten die bessere Mannschaft, das war gegen Kroatien nicht so. Deshalb sind die Spiele nicht zu vergleichen", sagte er am Samstagmittag bei der Pressekonferenz im Teamquartier.

"Trotz der Niederlage habe ich gute Ansätze gesehen", erklärte Löw.

Zudem verteidigte er Abwehrspieler Holger Badstuber, der beim Tor der Serben unglücklich agierte.

"Badstuber hat gestern vielleicht nicht seinen besten Tag gehabt, aber dem Tor ist eine Kette von Fehlern vorausgegangen. Deswegen sollte man mit der Kritik an Badstuber vorsichtig sein", meinte Löw auf die Frage, ob Badstuber eventuell aus der Mannschaft genommen wird.

Zur umstrittenen Schiedsrichterleistung sagte Löw im Rückblick: "Von der Häufigkeit der Gelben Karten, die der Schiedsrichter verteilt hat, war ich schon überrascht:

Und ergänzte: "Die Gelb-Rote Karte gegen Klose war eine vertretbare, aber sehr harte Entscheidung."

Zu Änderungen mit Blick auf das Ghana-Spiel, indem der gesperrte Klose definitiv fehlen wird, äußerte der Bundestrainer sich zurückhaltend.

"Ich kann noch nicht sagen, wer gegen Ghana auflaufen wird. Das werde ich nach den Trainingseindrücken entscheiden."

Auch Mannschaftskapitän Philipp Lahm, der am Samstag in Südafrika ebenfalls Rede und Antwort stand, gab sich trotz der Niederlage optimistisch.

"Wir haben gut gespielt - anders als 2008 gegen Kroatien", befand der Bayern-Profi, ehe er selbstkritisch auf "einige schlechte Entscheidungen und einige Fehler" hinwies.

Dennoch betonte Lahm: "Ich bin mir sicher, dass wir das Achtelfinale erreichen."

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