Das Zittern um Bastian Schweinsteiger und Jerome Boateng geht zwei Tage vor dem WM-Achtelfinale zwischen Deutschland und England weiter.

"Es steht hinter beiden Spielern ein ganz großes Fragezeichen. Wir können nicht mit Bestimmtheit sagen, ob einer von beiden überhaupt auflaufen kann", sagte Bundestrainer Joachim Löw am Freitag in der Pressekonferenz im deutschen Team-Quartier:

"Heute Nachmittag werden beide nicht trainieren. Wir müssen von Tag zu Tag sehen. Im Moment ist es äußerst fraglich, ob beide am Sonntag zu hundert Prozent einsatzfähig sind. Mit 90 Prozent wird es nicht reichen."

Schweinsteiger sei "das Herz dieser Mannschaft und der Motor im Mittelfeld", weshalb sein Ausfall schwer wiegen würde, sagte Löw. Allerdings verteilte er sogleich ein Sonderlob an den möglichen Schweinsteiger-Ersatz. "Bei Toni Kroos hatte ich nie das Gefühl, dass er nervös werden könnte", erinnerte sich Löw an die Einwechslung von Kroos im Spiel gegen Ghana:

"Ich könnte mir gut vorstellen, dass Toni Kroos an seiner (Schweinsteigers, Anm. d. Red.) Stelle spielt."

Die Vorbereitung auf Gegner England läuft trotz der Verletzungssorgen auf Hochtouren. "Wir wissen, was England auszeichnet und wo sie ihre Probleme haben", erklärte Löw, der die individuelle Klasse der Engländer aber auch hervorhob:

"Die Achse Terry, Lampard, Gerrard, Rooney ist die höchste Qualität, die es in Europa gibt."

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