Philipp Lahm hat einen Tag nach Bastian Schweinsteigers Attacken auf Argentiniens Spieler und Fans zwar zur Sachlichkeit gemahnt, gleichzeitig aber auch weiter gegen den Viertelfinalgegner vom Samstag gestichelt.

"Wir müssen uns auf uns konzentrieren und 90 Minuten ordentlich Fußball spielen", sagte der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft, ergänzte in Erinnerung an die Handgreiflichkeiten nach dem WM-Viertelfinale 2006 aber auch:

"Wir werden sehen, wie Argentinien am Samstag mit der Niederlage umgehen wird."

Für die deutsche Mannschaft sei es jetzt an der Zeit, "einen großen Gegner" in 90 Minuten zu schlagen, erklärte Lahm. Dies sei lange nicht geschehen. England sehe er im Gegensatz zu Argentinien, Spanien und Brasilien nicht als großen Gegner.

Auch Teammanager Oliver Bierhoff versuchte, etwas Schärfe aus der Diskussion zu nehmen. "Es gibt immer auch Provokationen. Wir sollten das aber zurücklassen, kühlen Kopf bewahren und zusehen, dass wir unser Spiel spielen und uns auf das konzentrieren was wir können", forderte er.

Wohl nicht rechtzeitig fit wird Cacau. Der Stürmer kann immer noch nur individuell trainieren und wird wegen seiner Bauchmuskelzerrung vermutlich am Samstag zuschauen müssen. "Bei Cacau ist ein Einsatz eher unwahrscheinlich", sagte Bierhoff. Die Trainingspausen von Lukas Podolski und Mesut Özil (beide Muskelverhärtungen) seien dagegen nur prophylaktischer Natur:

"In der jetzigen Phase ist es besser, auch mal bei einer Trainingseinheit auszusetzen, als das letzte Risiko zu gehen."

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