"Kaiser" Franz Beckenbauer hat den von Philipp Lahm angezettelten Machtkampf mit DFB-Kapitän Michael Ballack kritisiert.

"Die Diskussion um die Zukunft von Michael Ballack kommt zur Unzeit! Wenige Stunden vor dem Halbfinale gegen Spanien sollte es in der Mannschaft kein Thema sein, wer nach der WM-Kapitän wird", schrieb Beckenbauer in seiner "Bild"-Kolumne.

Zudem könne Bundestrainer Joachim Löw zum jetzigen Zeitpunkt ohnehin noch keine Entscheidung über die sportliche Zukunft von Ballack in der deutschen Nationalmannschaft fällen. "Der Generationswechsel ist natürlich ein Glücksfall, und Ballack wird nicht jünger. Aber: Künftig werden nicht alle Spiele so glatt laufen wie zuletzt bei der WM", sagte Beckenbauer.

Auf die heikle Frage, ob Ballack in der Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Zukunft noch gebraucht werde, antwortete der Kaiser: "Ja, wir brauchen ihn. Vorausgesetzt er ist 100 Prozent fit und in Topform. Ob er Kapitän bleibt oder nicht, ist unwichtig. Große Spieler sind auch Persönlichkeiten, wenn sie kein Stück Stoff am Arm tragen. Große Spieler brauchen keine Binden."

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