Nach der bitteren Halbfinal-Pleite gegen Spanien leckt die DFB-Auswahl die Wunden. Die Stammkräfte Miroslav Klose, Mesut Özil und Sami Khedira sind angeschlagen und können möglicherweise im Spiel um Platz drei am Samstag gegen Uruguay nicht spielen.

Daher kündigte Co-Trainer Hansi Flick auf der Pressekonferenz am Donnerstag an, dass vermutlich einige Reservisten in die Startelf rücken werden. "Wir überlegen, den Spielern eine Chance zu geben, die bisher nicht zum Einsatz kamen", sagte der Assistent von Bundestrainer Joachim Löw.

Dennoch soll die WM-Endrunde mit einem Erfolgserlebnis abgeschlossen werden, so Flick: "Ein dritter Platz ist auch ein gutes Ziel. Letztlich schließt das ein tolles Turnier gut ab." So kurz nach dem 0:1 gegen die Spanier sei die Stimmung allerdings erwartungsgemäß sehr gedrückt. "Ein großes Ziel, ein großer Traum ist geplatzt", sagte Flick.

Entsprechend kurz war das Zusammensein nach der Rückkehr aus Durban ins Teamquartier in Centurion gegen drei Uhr in der Nacht. Zuspruch erhielt die DFB-Auswahl am Morgen danach von Bundeskanzlerin Angela Merkel, die Teammanager Oliver Bierhoff anrief.

Zum Spiel um Platz drei wird Bundespräsident Christian Wulff einfliegen. Die deutsche Mannschaft wird nach der Partie noch einmal ins Teamquartier zurückreisen und dann am Sonntagabend die Rückreise in die Heimat antreten. Eine Feier mit den Fans in Berlin wird es diesmal nicht geben.

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