Kevin Kuranyi glaubt trotz der Vertragsverlängerung von Bundestrainer Joachim Löw an seine Chance in der deutschen Nationalmannschaft.

"Ich hoffe auf ein Comeback. Ich denke, dass ich es verdient gehabt hätte, bei der WM im Kader zu sein. Weil es nicht so war, wäre es zumindest schön, wenn ich bald eine Einladung bekommen würde. Ich glaube an das Leistungsprinzip, von daher will ich mich mit Leistung in Moskau auch weiter empfehlen", sagte der Stürmer, der im Sommer vom Vizemeister Schalke 04 zu Dynamo Moskau gewechselt war, der "Sport Bild".

Löw habe ihm für die WM in Südafrika abgesagt, weil er auf die Mannschaft baue, mit der er die Qualifikation gespielt habe. "Nun ist wieder eine neue Qualifikation. Und ich werde wieder um eine neue Chance kämpfen", sagte Kuranyi. Sein Ziel sei nun die WM in vier Jahren. "Die WM 2014 ist in meinem Geburtsland Brasilien. Dort dabei zu sein - das ist ein riesiger Traum", sagte der 28-Jährige.

Löw hatte Kuranyi seit Oktober 2008 nicht mehr für die Nationalmannschaft berücksichtigt. Kuranyi war zuvor aus Frust über die Nichtberücksichtigung für das WM-Qualifikationsspiel gegen Russland in Dortmund (2:1) aus dem Stadion geflüchtet. Daraufhin erklärte Löw, Kuranyi werde unter seiner Regie keine Partie mehr im Nationaltrikot bestreiten.

Kurz vor dem WM-Turnier überdachte der Bundestrainer, der seinen Vertrag beim DFB bis 2012 verlängert hat, seine Entscheidung noch einmal. Löw berücksichtigte den Stürmer trotz seiner 18 Saisontore im Schalker Dress für die WM aber dann doch nicht. Für Kuranyi platzte damit nach 2006 zum zweiten Mal der Traum von einer WM-Teilnahme.

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