Im Streit mit der Liga um die Abstellung der deutschen Nationalspieler für das Länderspiel in Dänemark zeichnet sich eine Lösung ab. Wolfgang Niersbach, Generalsekretär des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), kündigte für den Auftakt in die neue Saison am 11. August in Kopenhagen einen Kompromiss und den Verzicht auf einige WM-Stars an.

Bayern München, aber auch die Vereine, die an der Qualifikation zur Champions oder Europa League teilnehmen, sollen demnach entlastet werden.

"Es geht nicht nur um Bayern München, sondern auch um die Klubs, die in den Wochen danach die Qualifikationsspiele für die europäischen Wettbewerbe absolvieren, an denen unglaublich viel hängt. Da wäre man ja dumm, wenn man darauf keine Rücksicht nehmen würde", sagte Niersbach der "Sport Bild".

Werder Bremen, Bayer Leverkusen, der VfB Stuttgart und Borussia Dortmund sind vor dem Bundesligastart international im Einsatz. Die Bayern, deren WM-Starter erst am 2. August wieder ins Training einsteigen, bestreiten am 13. August ein Spiel gegen Real Madrid.

Es werde in Dänemark deshalb einen Kader geben, führte Niersbach weiter aus, "der eng mit den Vereinstrainern abzustimmen ist. Der ein oder andere Stammspieler wird nicht dabei sein. Ich stelle mir etwa vor, dass Joachim Löw mit Louis van Gaal bespricht, dass er Klose nimmt und Gomez nicht oder umgekehrt."

Nach der massiven Kritik aus der Bundesliga an diesem Termin, vor allem von Bayern-Trainer van Gaal, aber auch von Felix Magath und Rudi Völler, hatte auch Bundestrainer Joachim Löw den Klubs schon ein Entgegenkommen signalisiert. Vor der Nominierung am 6. August "werde ich mit allen Trainern sprechen. Ich muss mir Gedanken machen, was Sinn ergibt."

Problematisch ist für Löw allerdings auch noch, dass die U 21 ebenfalls am 11. August ein wichtiges Qualifikationsspiel zur Europameisterschaft bestreiten muss. Dabei kann Trainer Rainer Adrion eigentlich nicht auf seine Leistungsträger Toni Kroos und Holger Badstuber verzichten.

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