Bundestrainer Joachim Löw spielt in der Entscheidung um die Kapitänsbinde weiter auf Zeit.

"Dass spekuliert wird, ist normal. Aber ich habe einen festen Zeitplan, nach dem ich erst im September wichtige Entscheidungen bekannt gebe. Davon weiche ich nicht ab. Ich lasse mich auch nicht treiben, von außen beeinflussen oder in eine Ecke stellen", sagte der 50-Jährige der "Bild".

Vor allem die Verantwortlichen von Ballacks neuem Klub Bayer Leverkusen hatten die sportliche Führung der Nationalmannschaft wegen des Umgangs mit dem 33-jährigen Mittelfeldspieler heftig kritisiert.

Bayer-Boss Wolfgang Holzhäuser sprach sogar davon, dass Löw und Bierhoff den 98-maligen Nationalspieler Ballack demontieren.

"Die Nationalelf ist nicht beeinflussbar. Ich wünsche mir, dass sich die Vereine nicht in unsere Belange einmischen. Das machen wir umgekehrt ja auch nicht", sagte Löw.

Ungeachtet aller Diskussionen will Löw den Machtkampf zwischen Capitano Ballack und WM-Kapitän Philipp Lahm um die Spielführerbinde bei der deutschen Nationalelf erst zum Auftakt der EM-Qualifikation am 3. September in Belgien entscheiden. Wichtig für Ballack wird dabei sein, wie er sich nach seiner Verletzung in den ersten beiden Spielen mit Bayer Leverkusen präsentiert.

"Ich plane mit jedem Spieler, der gute Leistungen bringt. Michael war bis zu seiner Verletzung fester Bestandteil der Nationalmannschaft", sagte Löw.

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